Nasse Blätter einer bewässerten Pflanze (Quelle: Colourbox)
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Hammersache - Bewässerungsanlagen für Garten & Balkon

Kein schweres Gießkannenschleppen, kein Gezerre am Gartenschlauch: Pflanzen können wie von Zauberhand bewässert werden, wenn der kluge Gartenfreund vorsorgt - mit Bewässerungsanlagen! Dies erklärt uns heute zibb-Heimwerkerin Nadine Ilgner.

Sie zeigt, wie mittels Rasensondenschneider und Tropfrohr eine solche Anlage entsteht, wie eine Beetbewässerung angelegt wird und wie mit einfachen Mitteln ein Blumentopf den Urlaub mit ausreichend Wasser übersteht.

So legt man eine unterirdische Rasenbewässerung an

Dafür leiht sie sich einen Rasensodenschneider und eine Walze, besorgt Tropfrohr, Kies,  ein KG-Rohr mit Kappe und einen Spaten.

Der Sodenschneider schneidet 30-cm breite Bahnen aus dem Rasen aus, in denen das Tropfrohr verlegt werden kann. Mit Metallstäben und Maurerschnur markiert Nadine sich die ersten Bahnen an der Rasenkante, damit sie mit dem Gerät schön gerade schneiden kann. Bahn für Bahn wird der Rasen parallel in diesen 30-cm-Abständen eingeschnitten und danach vorsichtig aufgerollt. Mit dem Spaten werden die Rinnen noch etwas weiter vertieft.

Dann ist es auch schon Zeit, dass Tropfrohr zu verlegen. Ähnlich wie bei einer Fußbodenheizung verläuft über die gesamte Rasenfläche. Nadine bedeckt das Rohr dann mit etwas Erde und rollt die Rasenbahnen darüber wieder aus. Damit der Rasen sich schnell erholt, rollt sie mit der Walze darüber und streut auf den Fehlstellen Rasensamen aus. Aus KG-Rohr, Kies und einem rechtwinkligen Verbindungsstück baut unsere Heimwerkerin zum Schluss noch einen Anschluss für die Wasserzufuhr, bei nicht-Gebrauch ist er schön unter einem Deckel in der Erde versteckt.

Für ihre unterirdische Rasenbewässerung auf einer Fläche von 35 Quadratmetern hat Nadine Ilgner 5 Stunden gearbeitet, 158.- Euro ausgegeben und der Schwierigkeitsgrad beträgt 2 von 5.

Wie bewässere ich Beete und Kübelpflanzen?
Mit ganz einfachen Mitteln lassen sich auch die Beete bewässern. Dafür besorgt Nadine ein dünneres Tropfrohr, legt es in Schlangenlinien auf die Beete und befestigt es mit Draht in der Erde.

Kübelpflanzen bewässert sie indem sie einen kleineren Topf in einen größeren Blumentopf stellt. Den Inneren wird mit Löchern versehen durch die sie mehrere Baumwollstreifen oder Kerzendochte zieht. In ein weiteres, größeres Loch kommt ein Rohr, das als Wasserspeicher dient. Die Bauwollstreifen werden vertikal nach oben verlaufend in die Blumenerde eingegraben: So können Pflanzen wie durch einen Strohhalm "trinken“ und sich für ein paar Tage selbst versorgen.

An ihrem Pflanzkübel mit Wasserspeicher hat sie 15 Minuten gearbeitet, ohne die Pflanzgefäße hat sie 5 Euro investiert, der Schwierigkeitsgrad beträgt 1 von 5.

Ab sofort ist auch an heißen Tagen nur noch Erholung im Garten angesagt. Die Bewässerung läuft von allein.

Beitrag von Dagmar Kniffki