Hochbeet in einem Kleingarten der Siedlung Oeynhausen in Schmargendorf (Foto: rbb/Tina Friedrich)

Hammersache - Säulengarten und Hochbeet selber bauen

Der Säulengarten ist eine trendige Gestaltungsform, der sowohl im Garten als auch auf dem Balkon schön bepflanzt werden kann. Die Säulen haben vier Etagen, die aus vier aufeinander gestapelten Töpfen bestehen. In die Säulen wird ein Bewässerungssystem integriert. Nadine Ilgner zeigt uns, wie es geht.

Der Säulengarten hat vier Etagen und das Hochbeet ist ca. 65 cm hoch und breit.

Für den Säulengarten benutzt Nadine vier Blumenkübel. Der unterste Blumenkübel wird mit einer 15 cm dicken Schicht aus Beton verfüllt. So bekommt der Säulengarten Stabilität. In den Beton wird ein ca. 120 cm langes Entwässerungsrohr gesteckt. Dieses Rohr ist eine Art "Perlenschnur", auf dieser werden die anderen drei Kübel aufgefädelt.

Damit im unteren Kübel das Wasser ablaufen kann, baut Nadine eine Entwässerung. Dazu bohrt sie drei Löcher in den Kübel. Dann schneidet sie 15 cm lange und ca. 1 cm dicke Plastikrohre zu, die mit Heißkleber am Boden des Kübels fixiert werden. Damit diese Entwässerungsrohre nicht durch den Beton verstopfen, werden sie mit Papier zugeklebt. Dann kann der Beton in den Kübel gefüllt werden.
Nach zwei Tagen Trocknung ist das Fundament des Säulengartens fertig.

Damit die anderen drei Kübel sicher auf das Fallrohr "gefädelt" werden können, schneidet sich Nadine aus einem Fallrohr, das ein wenig breiter ist als das lange Rohr der Basis, drei Abstandshalter.

Um die Töpfe "auffädeln" zu können, muss dass Loch an deren Böden erweitert werden. Dazu nimmt Nadine eine Bohrkrone. Diese setzt man einfach auf eine Bohrmaschine auf. Damit die Spitze der Bohrkrone mittig bohren kann, wird das Loch des Kübels mit Blitzzement gefüllt. Das muss schnell gehen, denn der Blitzzement ist in vier Minuten steinhart. Wenn alle Löcher erweitert sind könnten die Kübel "aufgefädelt" werden.

Vorher streicht Nadine die Töpfe mit wetterfester Farbe in steingrau an. Zur Verzierung bastelt Nadine noch Stuck. Dazu benutzt sie Silikonförmchen, die man eigentlich zum Torte backen verwendet. Und sie bevorzugt Figurengießmasse. Diese ist wetterfest und kann im Künstlerbedarf gekauft werden.

Nach ca. 60 Minuten ist der Stuck trocken und kann aus den Förmchen genommen werden. Nach dem Einstreichen mit einer wetterfesten blauen Farbe können die Stuckelemente aus den Formen genommen werden. Zum Abschluss werden sie mit Natursteinkleber befestigt.

Die so verzierten Kübel werden nun auf das Fallrohr auf gefädelt. Den vierten Topf sichert Nadine mit einer Rohrschelle.

Zusammenfassung:
Für den Säulengarten benötigt Nadine vier Stunden. Die Kosten betragen 84,00 Euro und der Schwierigkeitsgrad beträgt drei von fünf.

Das Hochbeet fertigt Nadine aus Rahmenhölzern. Die schneidet sie auf 65 cm Länge. Versetzt schraubt sie diese zusammen. Dazu benutzt Nadine selbstschneidende Schrauben mit einem scharfen Wellenprofil, das sich mühelos ohne Vorbohren in das Holz dreht.

Beim Zusammenschrauben der Bretter wechselt Nadine zwischen dicken und dünnen Brettern. So bekommt das Hochbeet viel mehr Struktur.

Damit das Holz vor Feuchtigkeit geschützt ist, tackert man eine runde Teichfolie innen an das Hochbeet. Unten bleibt alles offen, damit das Wasser schön abfließen kann. Gegen Wühlmäuse kann man unter dem Beet einen Draht einbauen.

Man kann das Hochbeet naturbelassen, dann ist es nach zwei bis drei Jahre verrottet. Oder man schützt es mit Holzlasur oder mit Leinölfirnis.

Zusammenfassung:
Für das Hochbeet hat Nadine zwei Stunden gearbeitet. Die Kosten betragen 97,00 Euro. Der Schwierigkeitsgrad beträgt 2 von 5.

Säulengarten und Hochbeet können bepflanzt werden. Nadine nimmt weiße Frühlingsblüher, die bilden einen schönen Kontrast zum Blaugrau des Säulengartens.

Beitrag von Wolfgang Dümcke