"Clara Ehrmann verziert eine Torte in der Mühlenwirtschaft"; © rbb
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zibb Minitour - Zwei Mühlen und Kunst in Lychen

Auch im hintersten Nest kurz vor Mecklenburg-Vorpommern findet sich immer etwas Unentdecktes. So wie in Lychen. Da waren wir diesmal unterwegs und haben gefunden: zwei Mühlen und viel Kunst.

In der Flößerstadt Lychen besuchen wir als Erstes die Kaffeemühle und Mühlenwirtschaft. Kerstin Michel ist seit Eröffnung 2015 in der Kaffeemühle mit dabei. Sie ist wie alle in der Mühle Quereinsteigerin und backt Torten nach eigenen Rezepten. Sogar die Schoko-Verzierungen macht sie selbst. Verzehren kann man in der Kaffeemühle immer von Donnerstag bis Sonntag. Das Stück handgemachte Beerentorte gibt es für 4 Euro. Wer backt und wer bringt, bleibt dabei eine Überraschung.
 
Wir fahren am Lychener Stadtsee vorbei bis zum Kunstplatz. Früher Supermarkt, jetzt Museum. Kreiert von Künstler Robert Günther läuft dort gerade die Ausstellung mit dem Titel "Alles in Ordung". Vier Künstlerinnen stellen zu Chaos und Ordnung aus. Robert Günther will mit seiner Kunst im Supermarkt jeden erreichen. Der Kunstplatz ist täglich von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Nach dem Besuch bezahlt man 2 bis 5 Euro, je nachdem wie es gefallen hat.
 
Vom Kunstplatz flitzen wir bis kurz vor die Tore Mecklenburg-Vorpommerns: Zur zweiten Mühle der Tour, der Kolbatzer Mühle. Hier ist in den letzten 20 Jahren das Paradies von Familie Schmidt gewachsen. Ob Floß oder Hobbithütte - hier können Urlauber einige verrückte Schlafmöglichkeiten mieten. Alles selbst gebaut. Gerade laufen die Vorbereitungen für das große Osterfest am Ostersamstag. Aus der alten Forellenzucht soll eine Festhalle werden. Alles weil Papa Holger Schmidt den Sprung aus Hessen in die unbekannte Uckermark gemacht hat. Und er findet: es hat sich gelohnt.
 
In Lychen wohnen Leute, die sich was trauen: Hüttenbauer, Supermarkt-Künstler und Selfmade-Bäcker. Zwei Mal Mühle und dazwischen eben viel Kunst.

Beitrag von Clara Ehrmann