Radikal Regional - Salate für alle Lebenslagen

zibb ist wieder auf der Stadtfarm. Salate stehen dieses Mal im Mittelpunkt und die bietet die Stadtfarm jetzt auch, fertig zubereitet, im Online-Shop an. Erstmal nur in Karlshorst, als nächstes soll Friedrichshain-Kreuzberg dazukommen und irgendwann die ganze Stadt.

Wer sich Salat nicht nur schnell in der Mittagspause liefern lassen, sondern vielleicht sogar selbst anbauen möchte, liegt jetzt noch gut im Zeitplan. Denn im Mai beginnt auch für Salate die Freilandsaison. Bis in den Juli hinein kann Salat gesät, je nach Sorte bis September geerntet werden.

Aussaat und Pflanzen
Salat benötigt zum Keimen viel Licht. Daher sollte er nach der Aussaat nur mit einer dünnen Schicht Erde bedeckt werden. Vorgezogene Setzlinge sollten nicht zu tief eingepflanzt werden, da sich sonst die Blätter nicht richtig entwickeln können. Die meisten Salatsorten sind genügsam, wenn es um den Boden geht. Am wohlsten fühlen sie sich aber in lockerem, humusreichem Boden.

Alte Sorten
Langweilig muss Salat auf keinen Fall werden. Der Sortenreichtum ist nahezu unerschöpflich. Gerade alte Sorten sind derzeit wieder stark im Kommen. Der Hirschhornwegerich ist einer davon. Seine Blätter erinnern an ein Geweih. Seine Blätter können jung als Salat gegessen oder auch wie Spinat zubereitet werden. Hirschhornwegerich ist etwas milder als Rucola und schmeckt leicht nussig. Auch der Blutampfer gehört zu den alten Sorten. Seine auffällig roten Adern machen ihn auch optisch attraktiv. Sein Geschmack ist leicht säuerlich. Der Forellenschluss gehört zu den Bindesalaten, die, mit einem Faden zusammengebunden, ein besonders zartes Herz hervorbringen. Seine Blätter sind aromatisch.

Schneckenbefall
Nacktschnecken gehören zu den größten Feinden des Blattwerks. Gerade in feuchten Sommern fallen sie in Scharen über das zarte Grün her. Rotblättrige Sorten hingegen, mögen die Kriechtiere nicht so gern.

Um die Schädlinge ökologisch bekämpfen, gibt es die unterschiedlichsten Tipps. Das Absammeln gehört zu den effektivsten Methoden gegen den Schneckenfraß. Auch biologisch abbaubares Kleintierstreu eignet sich, um den Schnecken den Weg zu erschweren. Als Barrieren eignen sich auch Schneckenzäune. Diese müssen dann allerdings das ganze Beet umschließen, mindestens fünf Zentimeter tief in der Erde sitzen und es dürfen auch keine Blätter überstehen.

Alternativ können auch andere Leckerbissen wie Studentenblumen gepflanzt werden, in der Hoffnung die Schnecken fressen sich daran satt und lassen den Salat in Ruhe. Laufenten hingegen sind zwar zur ökologischen Schädlingsbekämpfung geeignet, den Salat fressen aber auch sie gern.

Beitrag von Antje Pfeiffer