zibb-Autotest - Autotest: LADA Vesta Cross

Der neue LADA Vesta sieht nicht so aus, wie man es vielleicht von einem LADA erwarten würde. Die kantigen Zeiten der russischen Traditionsmarke sind längst vorüber. Den Vesta gibt es mit einem vergleichsweise dynamisch wirkenden Design als Limousine, Kombi oder auch in der Variante Cross.

Die LADA Vesta ist durchaus solide verarbeitet. Im Innenraum freut man sich über übersichtliche Armaturen, Anzeigen und Bedienelemente. Die Handhabung des Wagens fällt leicht und das Platzangebot im Innenraum ist für einen Wagen der gehobenen Kompaktklasse durchaus gut.
Nicht ganz so voluminös zeigt sich der Kofferraum, dennoch ist er variabel durch einen doppelten Boden und bietet eine praktische, fast ebene Ladefläche nach dem Erweitern.
Entwickelt wurde der LADA Vesta unter dem Einfluss der französischen Kooperationspartner von Renault, der sich hier in Sachen Qualität und Design positiv bemerkbar macht.   Man merkt dem Modell den Einfluss der französischen Kooperationspartner von Renault an. Dürftig ist dagegen das Angebot an Motorenvarianten, denn der Vesta wird lediglich als Benziner mit 1,6 Liter Hubraum und 102 PS Leistung angeboten, zeigt aber  insgesamt guten Fahrleistungen. Im Test verbrauchte unser Wagen  6,4 Liter Benzin auf 100 Kilometern.
Bei der aktuellen Sicherheitstechnik gibt sich der LADA eher bescheiden. Kritikwürdig ist, dass es für die hinten sitzenden Passagiere keine Airbags gibt. Fahrer und Beifahrer werden dagegen von vier Airbags geschützt. Außerdem wies unser Modell eine Berganfahrhilfe und das elektronische Schleuderschutzsystem ESP auf.
Auch in seiner Basisversion „Standard“ bietet der Vesta einen Komfort, der sich in seiner Preisklasse sehen lassen kann: Parksensoren hinten, elektrisch verstell- und beheizbare Außenspiegel, Tempomat, Klimaautomatik, beheizbare Vordersitze und ein Audiosystem mit Freisprecheinrichtung. In der Variante „Luxus“ findet man noch mehr Annehmlichkeiten und sicherheitsrelevanten Komfort.  So kriegt man dort beispielsweise eine beheizbare Frontscheibe, eine Rückfahrkamera, ein Multimediasystem samt Navis und Sitzheizungen für die hinten sitzenden Passagiere. Während es die bereits topausgestattete Einstiegsvariante des LADA Vesta Cross für rund 16 500 € gibt, kostet die Luxusversion laut Liste knapp 18 000 €, alles inklusive drei Jahre Vollgarantie.     

Unser Fazit: Der LADA Vesta Cross ist unter den günstigeren Autos ein ernstzunehmender Wettbewerber. Entscheidend dafür sind sein überraschend gelungenes Design und das große Komfortangebot zu einem günstigen Preis. LADA Kapriolen aus der weit zurückliegenden Vergangenheit kamen uns im Test nicht unter.

Beitrag von Reinhard Rychlik