Unter Strom: Serie zur E-Mobilty - E-Roller-Sharing: Emmy und Coup im Test

Motorroller sind die perfekten Fahrzeuge, um kurze Wege in der Stadt zurückzulegen. Wenn sie dazu noch elektrisch betrieben sind, macht das Rollerfahren nicht nur Spaß, sondern ist auch noch umweltverträglich. Wir haben zwei Sharing-Anbieter getestet, die diese Fahrzeuge verleihen.

Die beiden Unternehmen, die Sharing-Dienste für E-Roller in Berlin anbieten, sind emmy und Coup. Wir wollten wissen, wie einfach es ist, sich zwischendurch einfach mal einen E-Roller zu leihen und wieviel es kostet. Welche Vor- und Nachteile haben die beiden Maschinen? Wo unterscheiden sich die Angebote der beiden Sharing-Unternehmen? Und ist die Leihware immer gut in Schuss? Wir haben die E-Scooter von einem Experten begutachten lassen.

So geht's:
Um Emmy oder Coup nutzen zu können, muss man sich die jeweilige App auf das Smartphone laden. Bei der Registrierung wird der Führerschein per Foto oder Video verifiziert. Dann kann die Suche nach dem nächstgelegenen Scooter losgehen. Die App zeigt die Roller in der Umgebung auf einer Karte an.

Emmy bietet zwar weniger Scooter zum Leihen an, dafür kann man mit ihnen aber innerhalb des gesamten S-Bahn-Rings herumdüsen. Coups Geschäftsbereich ist kleiner, die Grenze verläuft manchmal mitten durch einen Bezirk.

Los geht's:
Mit der App wird der Roller aufgeschlossen. Helme befinden sich immer in der Box am Scooter – bei Emmy sind es zwei, bei Coup leider nur einer. Hier muss man also den zweiten Helm mitbringen, wenn man einen Sozius mitnehmen will. Bei unserem Test haben wir im Coup auch Hygienehauben vorgefunden, die man unter den Helm anziehen kann. Emmy hat diesen Service nicht geboten. Die Akkus waren bei beiden Rollern voll. Sie werden regelmäßig von Mitarbeitern der Sharing-Anbieter ausgetauscht.

Mit viel Speed unterwegs
Emmy verleiht einen Klassiker im neuen Gewand: Die Schwalbe ist mit 135 kg kein Leichtgewicht aber dafür stilvoll und mit schönen Spielereien ausgestattet. Man kann zum Beispiel zwischen den Fahrweisen Go, Cruise und Boost wählen. Coup verleiht Gogoros, die in Taiwan produziert werden. Sie sind deutlich kleiner als die Schwalbe aber viel wendiger. Gerade für das Aufbocken fordert die Schwalbe ordentlich Muskelkraft.

Sicherheits-Check nicht vergessen
Vor der Fahrt sollte man übrigens unbedingt die Schäden am Roller checken – und melden. Denn falls den Anbietern selbst ein Mangel auffällt, haftet immer derjenige, der zuletzt gefahren ist.

Bei unserem Test waren beide Roller gut in Schuss. Die Bremsscheiben waren blank und haben gut funktioniert. Beide Scooter hatten kleinere Schäden am Lack. Der Emmy etwas größere als der Coup.

Nicht viel teurer als U-Bahnfahren
Die Kosten liegen mit Emmy bei 19 Cent pro Minute. Am Tag bezahlt man höchstens 24 Euro. Bei Coup fallen pro Minute 21 Cent und am Tag maximal 20 Euro an. Nur auf den Preis geschaut, lohnt es sich bei Tagesfahrten also mit Coup zu fahren.

Beitrag von Clara Ehrmann