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Service - Mythen rund ums Parken – zibb klärt auf!

Darf man mit seinem Kleinstwagen quer parken, wenn sonst nicht mehr genug Platz ist? Ist es erlaubt, gegen die Fahrtrichtung parken? Gilt beim Parken der Samstag noch als Werktag? zibb klärt auf, was Autofahrer zum Thema Parken wissen müssen.

Kurz mal halten auf dem Radweg oder der Busspur, parken im Kreuzungsbereich oder ausweichen auf den Supermarktparkplatz – was ist erlaubt und was kann richtig Geld kosten?
Einen Parkplatz zu finden, ist manchmal gar nicht so einfach. Nicht selten kurven Autofahrer mehrmals um den Block, bis sie eine Parklücke finden. Manche geben auch genervt auf und stellen sich doch eben mal ins Halteverbot. Doch das kann teuer werden.

So parken Sie richtig
Vor Kreuzungen oder Kurven muss ein Abstand von fünf Metern eingehalten werden. Gerade bei engen Straßen kommt es auf jeden Zentimeter an - etwa, wenn Feuerwehrautos und Rettungswagen eine Unfallstelle erreichen müssen. Zwischen parkenden Autos am Straßenrand muss darum immer ein Abstand von drei Meter fünf frei bleiben.

Strafen für Falschparker
Ab diesem Jahr sollen Bußgelder fürs Falschparken deutlich steigen. Parken auf Fuß- und Radwegen sowie in zweiter Reihe wird dann nicht mehr wie bisher 15, sondern bis zu 100 Euro kosten. Wer beim Parken andere Verkehrsteilnehmer gefährdet oder länger als eine Stunde auf dem Fuß- oder Radweg steht, riskiert zusätzlich einen Punkt in Flensburg. Ab wann die neuen Bußgelder gelten, steht noch nicht fest. Frühestens Mitte Februar werden die Länder über die Gesetzesnovelle im Bundesrat entscheiden.

Fahrzeughalter müssen fürs Falschparken zahlen
Seit Dezember 2019 herrscht Klarheit: Fahrzeughalter sind fürs Falschparken verantwortlich und müssen auch die Strafe dafür zahlen - egal, ob im öffentlichen Raum oder auf dem Privatparkplatz. Geklagt hatte eine Frau, die auf einem Krankenhaus-Parkplatz einmal zu lang und einmal in einer für Mitarbeiter reservierten Zone geparkt hatte und dafür Strafe zahlen sollte. Ihre Begründung: Sie selbst habe das Auto nicht gefahren und abgestellt.

Das ließen die Richter vom Bundesgerichtshof jedoch nicht gelten. Schließlich könne die private Firma, die sich um den Parkplatz kümmere, nicht nachweisen, wer das Auto gefahren und falsch geparkt habe. Darum müsse der Fahrzeughalter Auskunft geben oder im Zweifel eben selbst zahlen.

Knöllchen auf Privatparkplätzen sind rechtens
Es bleibt also dabei: Falschparken kann teuer werden - vor allem auf Privatparkplätzen. Deren Betreiber setzen häufig höhere Gebühren an als die Bußgelder, die im öffentlichen Raum üblich sind. Mehr als doppelt so hoch sollte der Preis fürs Falschparken allerdings nicht sein.

 

Beitrag von Alena Hecker