Die beschädigte Motorhaube eines Autos (Quelle: Colourbox)
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Service - Verkehrsrechtsschutz-Versicherungen im Test

Es kracht auf deutschen Straßen etwa vier bis fünf Mal - pro Minute! Da ist eine Verkehrsrechtsschutzversicherung sinnvoll, etwa wenn die Versicherung des Schuldigen nicht zahlen will und bei vielem mehr. Nur: Welche taugt für wen?

Ob nach Unfällen, Werkstatt-Pfusch oder Ärger mit dem Autohändler: Wenn es zu Streitigkeiten rund ums Fahrzeug kommt und diese vor Gericht landen, kann es schnell sehr teuer werden. Lohnt sich in diesen Fällen eine Verkehrsrechtsschutz-Versicherung?

Laut Finanztest schon. Und übrigens nicht nur für Autobesitzer, sondern auch für alle anderen Verkehrsteilnehmer, zum Beispiel Fußgänger, Radfahrer oder Fahrgäste von Bus und S-Bahn. Finanztest hat jetzt einhundertdreißig Tarife untersucht.

Sie unterscheiden sich vor allem darin, welche Personen und wie viele Kraftfahrzeuge versichert sind. Die Prüfer haben Modellfälle für Familien und Alleinstehende mit und ohne Auto untersucht und für Familien mit mehreren Fahrzeugen.

Laut Stiftung Warentest lohnt sich eine Verkehrsrechtsschutz-Versicherung im Prinzip für jeden. Denn jeder nimmt am Straßenverkehr teil und kann in einen Unfall verwickelt werden.

Der Rechtsstreit danach ist oft teuer. Viele lassen sich dann aus Angst vor den Kosten gar nicht erst auf einen Rechtsstreit ein. Die Versicherung greift aber auch zum Beispiel bei Ärger nach einem Autokauf, weil die Abgassoftware manipuliert ist oder wenn man nach einem Autounfall mit Blechschaden Anspruch auf Schadensersatz durchsetzen möchte oder als Radfahrer von der Versicherung des Autofahrers Schmerzensgeld nach einem Unfall haben möchte.

Gute Versicherungen kommen auch für Gutachter-Kosten und Anwaltshonorare für außergerichtliche Einigungen auf. Wer oft Mietwagen nutzt oder an CarSharing teilnimmt, sollte darauf achten, dass sein Tarif auch diese Leistungen umfasst. Zum Beispiel wenn Sie für Schäden an einem Mietwagen zahlen sollen, die sie nicht zu verantworten haben.

Während eine Rechtsschutzversicherung etwa 200 Euro (bei 300 Euro Selbstbehalt) und mehr kostet, gibt es sehr gute Verkehrsrechtsschutzversicherungen für Alleinstehende schon ab 49,00 Euro im Jahr.

Auf der Homepage der Stiftung Warentest kann man sich die Testergebnisse gegen eine Gebühr von ca. 3 Euro herunterladen.

Beitrag von Sina Krambeck

Familienschutz (ohne Selbstbehalt)

Anbieter Note Jahresbeitrag
wgv-himmelblau sehr gut 70,00
WGV sehr gut 74,00
ADAC sehr gut 99,00

Alleinstehende ohne Auto (mit 150 € Selbstbehalt)

Anbieter Note Jahresbeitrag
wgv-himmelblau sehr gut 49,00 Euro
WGV sehr gut 52,00 Euro
HUK-Coburg
gut 56,00 Euro