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Service - Aufgeräumt ins neue Jahr - Teil 2

Aufräum-Coach Gunda Borgeest zeigt uns, wie man alten Ballast loswird und den restlichen Haushalt zu strukturiert, damit man wieder durchatmen und "aufgeräumt ins neue Jahr" gehen kann. Unsere Zuschauer erhalten dazu Tipps zur Selbsthilfe.

Die Schröders aus Berlin-Moabit, ein ganz normales Ehepaar mit einer ganz normalen Wohnung. Doch unzufrieden mit ihrer Ordnung – oder vielmehr Unordnung. Immer mehr sammelt sich an, das Wiederfinden von Dingen gleicht einer Sisyphus-Arbeit. Ein Fall für Gunda Borgeest, Aufräum-Profi mit System. Ihr Credo: Ordnung ist individuell. Und deshalb räumt Borgeest nicht auf, sondern sie gibt ihren Kunden einen Masterplan an die Hand, damit sie es selber können.

Die Profi-Tipps für den Start:
- Etappenziele festlegen.
- Den Zeitaufwand realistisch einschätzen.
- Feste Termine zum Aufräumen machen.
- Bloß nicht mit Andenken und Sammlerstücken anfangen.

Die Schröders legen in ihrem Masterplan ganz genau fest, wie viel Zeit sie pro Woche investieren können. Rainer Schröder ist bereits im Ruhestand, nimmt aber an verschiedenen Reha-Maßnahmen teil. Er veranschlagt zwei Mal fünf Stunden pro Woche als realistisches Pensum. Bei Christine Schröder muss das Aufräumen am Wochenende stattfinden, da sie noch berufstätig ist. In drei Monaten wollen die beiden insgesamt 170 Stunden in die Aktion investieren. Losgehen soll es in der Küche. Hier fällt es den meisten weniger schwer sich zu von Dingen zu trennen. Das Problem: Sämtliche Ablageflächen stehen voll. Denn: Denn es gibt von allem zu viel. Die Schröders haben vor Jahren ihre Haushalte zusammengelegt und immer noch gibt es Doppelungen – ein typisches Problem, vor allem in der Küche.

Schluss mit dem Küchenchaos – die Profi-Tipps:
- Unbedingt die Fensterbank freihalten, das erleichtert auch das Lüften.
- Küchengeräte runter von der Arbeitsfläche.
- Vorräte nicht überall verteilen, sondern an einem Ort verstauen.
- Keine doppelte Haushaltsführung, also doppelt Vorhandenes aussortieren.
- Müll nicht offen herumstehen lassen.

Die Schröders gehen beim Aussortieren streng nach System vor. Wichtigste Regel: Alles muss raus aus den Schränken. Denn nur wer den Überblick über seinen Besitz hat, kann sich dann auch von einzelnen Dingen trennen. Was gehen darf, landet in einer Verschenken-Kiste. Diese wollen die Schröders einer karitativen Einrichtung spenden. Das hat auch einen psychologischen Effekt: Verschenken fällt den meisten leichter als Wegwerfen. Und nachhaltiger ist es obendrein.

Die Profi-Tipps zum Aussortieren:
- Den Besitz in Kategorien einteilen.
- Alles aus einer Kategorie raus aus den Schränken und zum Beispiel auf einen Tisch packen.
- Den Bestand pro Kategorie reduzieren.
- Einen einzigen festen Ort für jede Kategorie finden.

Doch nicht nur ein Zuviel an Dingen steht der „schönsten Ordnung“ à la Gunda Borgeest im Weg. Was man behalten möchte, muss auch sinnvoll geordnet und übersichtlich aufgeräumt werden. Dabei gilt: Was man nicht sieht, vergisst man. Ziel ist es also, die Dinge so zu präsentieren, dass man sie sofort im Blick hat. Christine Schröder zum Beispiel fühlt sich erschlagen von der Fülle an Tüchern und Schals, die alle unsortiert in der Schublade liegen. Der Tipp des Aufräum-Profis: Kleidung und Accessoires nicht stapeln, sondern in Boxen ordnen.

Schluss mit Klamotten-Chaos – die Profi-Tipps:
- Kleidung aufrecht in Boxen ordnen statt stapeln.
- Eins rein, eins raus – also für jedes neu gekaufte Teil eines weggeben.
- Schrankdiät statt Zwangsdiät, also alles entsorgen, was wirklich nicht mehr passt.

Die Schröders gehen nach den ersten Aufräum-Tagen hochmotiviert ins neue Jahr – auch wenn noch viele Stunden Arbeit vor ihnen liegen. Doch das Gefühl, sich von Überflüssigem befreit zu haben, ist es ihnen wert.

Beitrag von Christine Knospe