Junge Katze, Foto: colourbox.com
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Junge Katze | Bild: colourbox.com

Service - Leckeres für die Mieze: Katzenfutter im Test

Nur das beste für die Mieze. Für ihre Lieblinge greifen viele Katzenhalter zu Markenfutter und geben dafür pro Jahr mehr als eine Milliarde Euro aus. Doch enthält Katzenfutter immer alle wichtigen Nährstoffe? Sind teure Produkte besser als günstige? Die Stiftung Warentest hat 30 Feuchtfutter untersucht. Von der günstigen Discounter-Dose bis zum edlen Bio-Happen.

Fast 15 Millionen Katzen leben in Deutschlands Haushalten. Und die sollen natürlich nur das beste Futter bekommen. Die Stiftung Warentest hat 30 Feuchtfutter geprüft, die als Alleinfuttermittel verkauft werden. Das heißt sie müssen alle wichtigen Nährstoffe in der richtigen Zusammensetzung enthalten. Das war der wichtigste Prüfpunkt. Außerdem untersuchten die Prüfer, ob die Fütterungsempfehlungen und Mengenangaben auf den Packungen stimmen und ob Schadstoffe enthalten sind. Bei diesem letzten Punkt gibt es Entwarnung. Schadstoffe fanden die Prüfer in keinem Produkt.

Was sollte ein gutes Katzenfutter enthalten?
Ein gutes Katzenfutter sollte unbedingt Arachidonsäure, Taurin und Vitamin A enthalten. Denn diese lebenswichtigen Nährstoffe können Katzen nicht selbst herstellen. Deswegen müssen sie über das Futter aufgenommen werden.

Weitere wichtige Nährstoffe sind unter anderem Aminosäuren, Eiweiß, Mineralstoffe, Spurenelemente, Fett, und Vitamine. Sie müssen in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen. Ein gutes Katzenfutter sollte von jedem Stoff nicht zu viel und nicht zu wenig enthalten, sonst werden die Tiere auf Dauer krank.

Sechs Produkte sind „sehr gut“
Viele Hersteller schaffen es, einen ausgewogenen Nährstoffmix herzustellen. Von den 30 geprüften Futtermitteln waren 6 „sehr gut“ und 10 „gut“. Darunter auch viele günstige Produkte von Discountern und Handelsketten.

„Sehr gut“ sind:
Kaufland „K-Classic Zarte Häppchen“
Edeka „Gut & Günstig Hello my cat Schlemmerhappen“
Rossmann „Winston Schlemmer-Menü“
Kitekat „mit Huhn in Gelee“
Lidl „Coshida“
Rewe „Ja! Zarte Stückchen“

Doch es gab auch mangelhafte Produkte. Der Grund war meist, dass die betroffenen Katzenfutter zu viel Phosphor, Natrium oder Kalzium lieferten oder ein ungünstiges Verhältnis dieser Stoffe.

„Mangelhaft“ sind:

Bozita „Feline Häppchen in Gelee mit viel Huhn“
Fressnapf „Fit + Fun Ragout mit Kalb & Geflügel“
Miamor „Milde Mahlzeit Geflügel Pur & Lachs“
Purina „Gourmet Gold Feine Pastete mit Thunfisch“
Purina „Felix mit Ente & Geflügel in Gelee“
Vitakraft „poésie sauce mit Pute in Käsesauce“

Gerade bei Phosphor problematisch: Zuviel belastet die Nieren. Und Katzen haben von Natur aus eine empfindliche Niere. Etwa ein Drittel der älteren Katzen leiden an einer chronischen Nierenerkrankung. Einige dieser Produkte lieferten auch zu wenig Jod.

Der Test zeigt auch: Auf viele der Herstellerangaben zu den Portionsgrößen können sich Halter nicht verlassen. Oft waren die Portionen zu groß. Das kann zu Übergewicht führen. Ein Problem, das die meisten Stubentiger hierzulande sowieso schon haben. Wer unsicher ist, wie viel seine Katze pro Tag fressen sollte, sollte den Tierarzt um Rat bitten und sein Tier regelmäßig wiegen.

Beitrag von Sina Krambeck