Ein Mädchen sitzt neben seinem Ranzen auf einer Treppe (Quelle: imago/Westend61)
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Service - Schulranzen im Test

Traditionell werden Schulranzen für die Kinder oder Enkel vor oder nach Ostern von den Eltern oder Großeltern gekauft. Wie gut, wenn man dann weiß, worauf man beim Kauf achten sollte und welche Modelle wirklich gut sind. Die Stiftung Warentest hat jüngst 22 Modelle untersucht.

Die Auswahl an bunten Tornistern ist groß, die Preisspanne ähnlich. Drei bis vier Jahre sollen Kinder ihren ersten Schulranzen tragen – und gehen dabei oft ein bisschen ruppig damit um. Die Stiftung Warentest hat 22 der beliebtesten Schulranzen zwischen 119 und 259 Euro darauf untersucht, wie robust und wie sicher sie sind.
Das Ergebnis: Alle sind fast frei von Schadstoffen und halten den Schulalltag gut durch, die teuren besser als die günstigen im Test. Einige der einfacheren Modelle kippeln allerdings, nässen eher durch oder haben scharfe Kanten.

Doch viele Firmen bieten gleiche Modelle in verschiedenen Farben an, die Stiftung hat diese einzeln bewertet. Denn ihr ist ganz wichtig, dass ein Ranzen bei jedem Licht gut zu sehen ist. Viele Ranzen haben aber schon tagsüber zu wenig Signalfarben und verschwinden im Dunkeln fast völlig: Gleich zwölf Ranzen beliebter Firmen sind daher die Verlierer im Warentest, einfach weil sie zu schlecht zu sehen sind.
Viel besser: die vier Testsieger mit leuchtenden Reflektorflächen. Der Ergobag Cubo „Illumibär“ und Ergobag Pack „Strahlebär“ haben die Note 1,7 erhalten, der Scout Alpha "Commander" sowie "Pegasus Dream" von Step by Step 2 in 1 die Note 1,9.

Bleibt also immer noch eine ganz gute Auswahl – der Laden „Ranzenfee und Koffertroll“ in Berlin-Wedding bietet Ranzen von neun Marken ab 100 Euro und ausführliche Beratung an.
Hier kommen die oft lebhaften Vorstellungen der Kinder und die Ansprüche der Eltern zusammen: Die möchten stabile, haltbare und gut sichtbare Ranzen, die den Kindern gut passen und auch ein paar Jahre mitwachsen. Die meisten Ranzen erfüllen diese Ansprüche, und doch ist wichtig, dass jedes Kind wirklich selbst das Lieblingsmodell mit aussucht und anprobiert. Die geschulten Verkäuferinnen prüfen und zeigen, wie ein Ranzen richtig sitzt - je nach Größe und Statur des Kindes passen unterschiedliche Modelle.

Viele Firmen bieten inzwischen Klettbilder oder Magnete an, so lässt sich auch ein schlichter Ranzen mit austauschbarer Deko verschönern, bei wechselnden Interessen auch immer wieder neu. Und mit extra Leuchtsets für die dunkleren Modelle sind Kinder immer gut zu sehen – dann können sie bald allein zur Schule gehen, was die Experten unbedingt empfehlen: Wer allein läuft, ist wacher und selbstbewusster, lernt auf dem Weg Neues und im Straßenverkehr dazu.

Ein Beitrag von Corinna Meyer unter Mitarbeit von Paula Bosse