Fünf Prozent der Weltbevölkerung betroffen - Hilfe bei Rechenschwäche

Schlecht im Rechnen sind viele, aber einige Menschen können grundlegende Zahlenverhältnisse kaum erkennen: Sie haben eine Rechenschwäche, auch Dyskalkulie genannt. Die Weltgesundheitsorganisation schätzt den Anteil an der Weltbevölkerung auf fünf bis sieben Prozent.

Da bei einer Rechenschwäche fundamentale zahlenlogische und arithmetische Einsichten fehlen, können darauf aufbauende mathematische Gedanken nicht oder nicht richtig verstanden werden. So kommen Kinder in der Schule oft schon von Anfang an schlecht mit. Sie können dann natürlich nicht die komplizierteren Rechenwege verstehen, weil ihnen bereits die Grundlagen fehlen.

Das Zentrum zur Therapie der Rechenschwäche geht sogar davon aus, dass 20 Prozent der Schulanfänger eine Dyskalkulie haben. Die Kinder sind generell genauso intelligent wie ihre Mitschüler, ihnen fehlt nur das mathematisch-logische Grundverständnis. Diese Kinder fallen oft schon vor Schulbeginn auf, weil sie schlechter zählen können und jede Zahl erst mühsam neu abzählen.


Bei einer Dyskalkulie-Therapie lernen Kinder und auch Erwachsene die fehlenden Grundlagen, erarbeiten sie sich mit anschaulichen Hilfsmitteln. Kinder sind oft nach ein bis zwei Jahren auf dem Niveau ihres Schulstoffs angekommen und brauchen dann nur noch Nachhilfe oder leichtere Unterstützung.

Ein Beitrag von Corinna Meyer