Euro-Geldscheine mit unterschiedlichen Werten (Bild: dpa)
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Jeder kann was zur Seite legen - Sparen für Geringverdiener

Wie viel kostet das Mittagessen, wie viel das Busticket - und kann ich mir in diesem Monat noch den Kinobesuch leisten? Wer am Monatsende kaum noch Geld übrig hat, denkt weniger ans Sparen. Aber es gibt ein paar Möglichkeiten, um das Sparschwein nicht ganz leer in der Ecke stehen zu lassen.

Am Anfang gilt es, alle regelmäßigen Ausgaben zu überprüfen: Wie viel zahlen Sie regelmäßig für Strom, Handy und Internet? Vergleichsportale im Internet machen es leicht, Anbieter, Leistungen und Preise miteinander zu vergleichen. So lassen sich womöglich mehrere hundert Euro pro Jahr einsparen. Auch Kontogebühren muss heutzutage niemand mehr zahlen. Verschiedene Banken bieten stattdessen kostenlose Konten an.

Rabatte nutzen

Viele Museen bieten Geringverdienern oder Senioren Tickets zum ermäßigten Preis, Kinotickets sind zu speziellen Zeiten günstiger. Es lohnt nachzufragen.

Grundsätzlich kostenlosen Eintritt in die Berliner Staatlichen Museen, wie das Pergamonmuseum oder die Alte Nationalgalerie, haben Kinder bis 18 Jahre und Empfänger von Leistungen wie Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe, Grundsicherung oder Leistungen nach dem Asylbewerbergesetz.

Ab April gibt es in Berlin zudem den Museumssonntag. An jedem ersten Sonntag im Monat ist dann in vielen weiteren Berliner Museen der Eintritt für alle frei.

Sparen mit dem Familienpass

Familien mit Kindern profitieren vom Familienpass. Er bietet mehrere hundert reduzierte Eintrittskarten - unter anderem für Schwimmbäder, Sportevents und andere Veranstaltungen. In Berlin gibt es den FamilienPass für 6 Euro zum Beispiel in Bibliotheken und Bezirksämtern. Brandenburger Familien bekommen ihn für 2,50 Euro in Kiosks, Schulen und Kindertagesstätten.

Vergünstigungen beim Bahnfahren

Wer regelmäßig mit dem Zug unterwegs ist, kann mit der Bahncard sparen. 55,70 Euro kostet die Bahncard 25 pro Jahr im Abo. Inlandsfahrten mit der Deutschen Bahn werden dadurch 25 Prozent günstiger. Ehepartner können die reduzierte Partnercard für 36,90 Euro beantragen. Dieser Preis gilt auch für Reisende ab 60 Jahre.

Hilfe annehmen

Viele Menschen geben den größten Teil ihres Geldes für die Miete aus. Daran lässt sich meistens nicht viel schrauben. Mieterhöhungen können aber manchmal umgangen werden. Helfen kann dabei der Mieterverein. Die Mitgliedschaft kostet weniger als zehn Euro im Monat, Geringverdiener profitieren vom noch niedrigeren Sozialbeitrag.

Wer nur wenig Geld zur Verfügung hat, kann womöglich Wohngeld beantragen. Ob das in Frage kommt, lässt sich mit dem Online-Wohngeldrechner für alle Bundesländer herausfinden.

Ein Beitrag von Alena Hecker