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Service - ABC der Steuer-Irrtümer

Bis zum 31.7. ist noch Zeit für die Steuererklärung – das sind nicht mal mehr zwei Wochen. Nur wer sie vom Steuerberater erstellen lässt, hat länger Zeit. Wir räumen mit den wichtigsten Irrtümern zum Thema Steuererklärung auf. In unserem ABC der Irrtümer.

A wie Arbeitsweg
Der Weg zur Arbeit kann ganz schön ins Geld gehen – vor allem, wenn er lang ist. Da es sich dabei nicht um eine private Spritztour handelt, unterstützt der Staat und erlässt Steuern. Und zwar für die doppelte Strecke, schließlich fährt man ja hin und zurück. Stimmt’s?

Tatsächlich kann nur die einfache Strecke abgesetzt werden. Man gibt die Entfernung vom Wohnort zum Arbeitsplatz an und erhält hierfür 30 Cent pro Kilometer.

B wie Belege
Seit der Steuererklärung 2018 müssen keine Belege mehr abgegeben werden. Also weg damit in den Müll. Oder?

Nicht unbedingt. Es stimmt, dass Belege nicht mehr automatisch mitgeschickt werden müssen. Allerdings kann das Finanzamt sie nachträglich anfordern. Nur bei Kleinstbeträgen können die Quittungen schon kurz nach dem Steuerbescheid entsorgt werden. Den Rest bitte aufheben.

F wie Freunde
Die Steuererklärung selbst zu erstellen, ist mühsam. Aber eben auch weitaus billiger als ein Steuerberater. Gut, wenn Freunde zur Stelle sind und helfen. Ist das erlaubt?

Laut Gesetz dürfen lediglich Steuerberater, Rechtsanwälte und Lohnsteuerhilfevereine bei der Steuererklärung helfen. Allerdings steht im Gesetz auch: "geschäftsmäßig". Das heißt, nur bei einer regelmäßigen Unterstützung wäre ein Ordnungsgeld fällig. Und: Die Steuerberaterkammer müsste erstmal klagen.

H wie Handwerker
Wer zuhause Handwerker beschäftigt, tut der Wirtschaft etwas Gutes, er schafft Arbeitsplätze. Handwerkerkosten können deshalb komplett von der Steuer abgesetzt werden. Stimmt’s?

Stimmt nicht, nur Materialkosten sind absetzbar. Allerdings kommt es auf die Art der Handwerkerdienste an. Handelt es sich um eine energetische Sanierung, dürfen seit diesem Jahr die Gesamtkosten abgesetzt werden.

Übrigens: Wem nun doch ein Fehler unterläuft, keine Sorge. Bis einen Monat nach dem Steuerbescheid, kann man die Erklärung noch problemlos ändern.

Beitrag von Christine Knospe