Service - Banking Apps im Test

Mal eben vorm Einkaufen den Kontostand prüfen, eine Rechnung abfotografieren, statt die Daten mühsam einzutippen, oder der Freundin in der Kneipe den Anteil überweisen: das geht alles praktisch und schnell per Smartphone-Applikation. Doch wie funktioniert das genau, wie verständlich und wie sicher sind diese Banking Apps? Finanztest hat 38 von ihnen geprüft, bei zibb erläutert Redakteur Michael Beumer Ergebnisse und Möglichkeiten.

Jeweils 19 Apps für Android- und iOS-Handys haben mehrere Experten und erfahrene Handy-Nutzer ausprobiert und bis in die Tiefen der Gebrauchsanweisungen untersucht. Dafür haben sie jeweils bewertet, wie intuitiv eine Banking App funktioniert, wie gut sich Rechnungen importieren lassen, wie viele Konten unterschiedlicher Banken eine App eventuell einbinden kann,– und wie gut sie den Datenschutz einhält.
Die Ergebnisse:
Für Android-Handys ist die Sparkasse Testsieger mit der Note 2,2, es folgen "Banking 4a" mit 2,3 und GLS mBank mit der Note 2,4. Beim Betriebssystem iOS hat die Sparkassen-App sogar die Note 2,0 abgeräumt, knapp dahinter liegen Comdirekt und Outbank mit jeweils 2,1.
Verlierer waren für beide Betriebssysteme die Apps von Targobank und Postbank, finanztest fand sie mit 3,7 und 3,9 nur ausreichend.
Beim Thema Sicherheit, das vielen potentiellen Anwendern Sorgen bereitet, beruhigen die Tester übrigens: Die Apps sind heutzutage sehr gut geschützt. Und wer die App seiner eigenen Bank nicht nutzen kann oder möchte, weil die zum Beispiel schlecht im Test abgeschnitten hat, kann eine so genannte "Multi-Banking-App" wählen: Es gibt einige Bankenunabhängige Apps, die Konten verschiedener Banken einbinden kann. Aber auch manche Bank-Apps, z.B. die der Sparkasse, lassen sich auch nutzen, wenn der Anwender kein Konto bei genau dieser Bank hat.

Beitrag von Corinna Meyer