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Einsteigen und Miete sparen? - Günstig wohnen mit Genossenschaften

In Zeiten von knappem Wohnraum und hohen Mieten scheinen sie eine gute Alternative zu sein: Wohngenossenschaften versprechen bezahlbaren Wohnraum und gute Rendite. Wie funktioniert das?

Deutschlandweit gibt es rund 2.000 Wohnungsbaugenossenschaften, in denen etwa fünf Millionen Menschen leben. Wohnungsgenossenschaften haben das Ziel, ihre Mitglieder mit preisgünstigem Wohnraum zu versorgen.

Was hat es mit genossenschaftlichem Wohnen auf sich?
Genossenschaftliches Wohnen heißt Wohnen in kollektivem Eigentum. Mitglieder bringen sich mit einem kleinen Eigenkapital-Anteil in die Genossenschaft ein und werden so Miteigentümer. Dadurch dürfen sie mitbestimmen und haben ein mehr oder weniger lebenslanges Wohnrecht.

Warum sind Genossenschaftswohnungen oft so günstig?
Ziel von Wohnungsgenossenschaften ist nicht die Gewinnmaximierung, sondern die Förderung von Mitgliedern. Gewinne werden überwiegend für Instandhaltung und Neubau investiert. Das schlägt sich in vergleichsweise niedrigen Mietpreisen für die Mitglieder nieder.

Was sind die Nachteile am genossenschaftlichen Wohnen?
Der Eintritt in die Genossenschaft kostet Geld. Zwar bekommt, wer austritt, seine Anteile wieder zurück. Das kann im Zweifel jedoch Jahre dauern. Zudem birgt die Investition in eine Genossenschaft ein finanzielles Risiko. Geht eine Genossenschaft Pleite, kann alles Geld, das investiert wurde, verloren sein.

Genossenschaften sind nicht für jeden etwas
Nicht alle Menschen können mit dem Wohnen im Kollektiv etwas anfangen. Gemeinschaftsaktivitäten, Mitgliederversammlungen und soziale Angebote mögen für die einen bereichernd sein. Andere fühlen sich dadurch womöglich einem sozialen Zwang ausgesetzt. Auch kann es zu Konflikten kommen, wenn in eine bereits bestehende Gemeinschaft neue Genossenschaftler mit anderen Wertvorstellungen einziehen.

Beitrag von Alena Hecker