Das Aufdrehen der Heizung [colourbox]

Service - Was tun bei falschen Heizkostenabrechnungen?

Immer wieder bekommen Mieter fehlerhafte, unvollständige oder falsche Heizkostenabrechnungen. Laut einer Untersuchung von Finanztip sind bis zu 80% der Abrechnungen fehlerhaft. Wir geben Tipps, wie man Fehler erkennt und erklären, wie man Widerspruch einlegen kann.

Kaum jemand versteht sie, viele ärgern sich darüber: Oft wird in der Heizkostenabrechnung am Ende ein höherer Betrag verlangt als angenommen - und das nicht, weil der Winter doch kälter war als gedacht. Tatsächlich schleichen sich in die Abrechnung immer wieder Fehler ein.

Eine Untersuchung der Marktwächter Energie von der Verbraucherzentrale in Rheinland-Pfalz von 2018 hat ergeben, dass zwei Drittel der Heizkostenabrechnungen fehlerhaft oder mindestens klärungsbedürftig waren. Bei einer Stichprobe des gemeinnützigen Portals Finanztip wiesen sogar vier von fünf Abrechnungen Fehler auf.

Fehlerquellen in der Heizkostenabrechnung

Fehler können sich überall einschleichen, angefangen beim korrekten Abrechnungszeitraum über die Wohnungsgröße bis hin zu einzelnen Messwerten, die bei der Berechnung von Heizkosten und Warmwasser auftauchen sollten. Die Summe von Heizenergieverbrauch und Warmwasserverbrauch sollte dem Brennstoffbezug entsprechen. Beträgt der Energieverbrauch für Warmwasser mehr als 30 Prozent des Brennstoffverbrauchs im ganzen Haus, könnte das darauf hindeuten, dass an einer Stelle Zahlen nicht stimmen.

Heizkostenvergleich im Internet
Wer sich nicht sicher ist, ob die Abrechnung korrekt ist, kann den Online-Heizcheck machen. Die Seite vergleicht den eigenen Verbrauch mit dem Durchschnitt in ähnlichen Gebäudetypen. Liegt der eigene Verbrauch höher, lohnt es sich genauer hinzuschauen. Wer Mitglied im Mieterverein ist, kann die Heizkostenabrechnung dort überprüfen lassen.

Energieberatung in Anspruch nehmen
Sinnvoll ist auch ein Termin in der Energieberatung der Verbraucherzentrale. Dort geben Experten Tipps zum richtigen Heizen und Lüften und überprüfen bei Bedarf auch das Heizsystem zu Hause. Die Kosten dafür liegen bei 30 Euro, einkommensschwache Haushalte zahlen gar nichts.

Energieanbieter wechseln
Lohnen kann sich auch ein Wechsel des Energieanbieters. Vergleichsportale im Internet listen verschiedenste Tarife auf. So lassen sich leicht mehrere hundert Euro im Jahr einsparen.

Beitrag von Alena Hecker