Heizölanzeige, Foto: Colourbox
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Heizölanzeige | Bild: Colourbox

Service - Heizung modernisieren: Für wen es sich lohnt

Alte Ölheizungen sind oft nicht mehr wirtschaftlich und lassen in Sachen Klimaschutz zu wünschen übrig. Doch was wäre eine nachhaltige Alternative und was kostet die Umrüstung? Mittlerweile gibt es staatliche Programme und Zuschüsse für Heizungsmodernisierungen. Wir erklären, für wen sich solche Programme lohnen und wie man am besten vorgeht. 

Wir Deutschen sollen nachhaltiger heizen. Die Bundesregierung hat dafür neue Förderprogramme ins Leben gerufen, die die Umrüstung von fossilen Brennstoffen wie Öl und Gas auf erneuerbare Energien attraktiver machen sollen. Doch für wen lohnt sich das? Und wie beantragt man die neuen Fördergelder?

Attraktiv sind die Förderprogramme vor allem für die diejenigen, die einen alten Heizkessel zu Hause haben, der ohnehin demnächst ausgetauscht werden müsste.  Oder auch für Käufer eines Bestandsgebäudes, die größere Umbaumaßnahmen wie zum Beispiel Fußbodenheizung planen.
Gefördert werden nicht nur der Kauf eines neuen Heizsystems sondern zum Beispiel auch:
- Deinstallation & Entsorgung der Altanlage
- Erdbohrungen für Wärmepumpe
- Wanddurchbrüche
- Installation neuer Heizkörper
- Beratung durch einen Experten

Tauscht man zum Beispiel seine alte Gasheizung gegen eine Wärmepumpe oder  Holzpelletanlage, wird das mit 35 Prozent der Gesamtkosten gefördert. Wer seine alte Ölheizung austauscht, kriegt nochmal zehn Prozent „Abwrackprämie“ obendrauf.
Auch für andere Systeme wie etwa Gas-Solar-Hybridheizungen gibt es Förderungen.
In vielen Kommunen gibt es zusätzlich zu dem Bundesprogramm auch noch kommunale Förderprogramme, die man dazu kombinieren kann. In Berlin ist das zum Beispiel das Programm „Heizungsaustausch Plus“.

Laut Experten der Verbraucherzentrale kann man über zwanzig Prozent Energiekosten einsparen, wenn man von fossilen Brennstoffen wie Gas und Öl umstellt auf erneuerbare Energien. Ob Solar, Holzpellets, Wärmepumpe oder eine Kombination von Gas und Solarmodulen: Die Möglichkeiten sind vielfältig.
Doch nicht für jedes Haus eignet sich jedes Heizsystem.
Oft macht es Sinn, eine bestehende Anlage zu optimieren, statt gleich eine neue anzuschaffen. Deshalb sollte man sich vorab von einem Energieexperten beraten lassen. Ansprechpartner dafür sind die Verbraucherzentralen oder die Schornsteinfegerinnung.

Besonders bei älteren, ungedämmten Häusern ist es sinnvoll, erstmal eine effiziente Dämmung anzubringen, bevor man über einen Heizungsaustausch nachdenkt.

Ist das Haus gut gedämmt und möchte man zu einer klimafreundlichen Heizung wechseln, geht es an den Förderantrag. Den gibt es auf der Seite des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Hier findet man auch alle Voraussetzungen und Bedingungen für die Förderung. Wichtig: Der Antrag muss vor Baubeginn gestellt werden, man darf also noch keinen  Auftrag unterschrieben haben.


Beitrag von Sina Krambeck