Stromzähler und Euromünze (Bild: Colourbox)
Colourbox
Bild: Colourbox

Service - ABC der Irrtümer: Stromsparen – so klappt es wirklich

Die Strompreise sind gerade wieder hoch – da lohnt es sich den Stromverbrauch zu senken um zu sparen. Doch es gibt viele Stromspartipps, die sich bei genauerer Betrachtung als Irrtum erweisen. Wir nehmen uns einige der Mythen vor und klären sie auf.

Die meisten von uns sind momentan so viel zuhause wie nie zuvor. Im Homeoffice läuft der Computer täglich mehrere Stunden, viele Hobbyköche entdecken jetzt ihre Leidenschaft fürs Kochen und die Waschmaschine läuft gefühlt den ganzen Tag. Das alles frisst Strom und der ist aktuell richtig teuer. Wo verstecken sich die wahren Stromfresser und wie spart man am besten?
Die Strompreise in Deutschland sind momentan auf einem Höchststand. Und laut Experten werden sie künftig sogar eher noch steigen als fallen. Da hilft nur eins: Die eigenen Stromfresser ausfindig machen und den Energiebedarf herunterfahren. Denn in den meisten Haushalten wird immer noch zu viel Strom verschwendet und rund ums Stromsparen kursieren viele Mythen und Irrtümer.
Zum Beispiel dass ein voller Kühlschrank mehr Strom  verbraucht als ein leerer. Laut Florian Munder von der Energieberatung der Verbraucherzentrale Berlin kann man das so nicht sagen. Denn den meisten Strom verbraucht ein Kühlschrank beim Herunterkühlen von Lebensmitteln. Haben die im Kühlschrank gelagerten Produkte erstmal die Zieltemperatur erreicht, fungieren sie wie eine Art Kühlbatterie. Um Strom zu sparen, sollte man darauf achten, dass der Kühlschrank nicht größer ist, als man ihn braucht und man sollte sich vorher überlegen, was man aus dem Kühlschrank nehmen möchte und nicht lange bei geöffneter Tür herumsuchen. Denn jedes Mal, wenn die Tür aufgeht, verbraucht das Gerät durch das Entweichen der kalten Luft so viel Strom wie eine Energiesparlampe, die fünfzig Minuten lang brennt.
Wenn man nur eine kleine Menge erwärmen möchte, ist die Mikrowelle in der Regel günstiger als der Herd. Das gilt übrigens auch für Wasser kochen. Dafür sollte man den Wasserkocher verwenden und nicht einen Topf. Der Herd gehört nämlich zu den größten Stomschluckern im Haushalt. Eine Stunde Nutzung kostet etwa 90 Cent. Aufs gesamte Jahr gerechnet macht das über 300 Euro. Aber auch der Staubsauger verbraucht viel Strom. Sogar mehr als die Waschmaschine.

Viele schwören auf multifunktionale Kochmaschinen wie Thermomix und Co., die das Essen quasi von allein zubereiten. Auch solche Geräte sind meistens stromsparender als die Nutzung mehrerer Herdplatten.
Moderne Waschmaschinen passen ihren Stromverbrauch zwar der eingefüllten Wäschemenge an. Am energiesparendsten ist es trotzdem, die Trommel nahezu vollständig (zu etwa 90 %) mit Wäsche zu füllen.
Und was das Trocknen angeht: Zwar sind moderne Wäschetrockner längst nicht mehr so große Stromverbraucher wie noch vor ein paar Jahren. Trotzdem: Wer seine Wäsche auf dem Ständer trocknet, kann damit bis zu 300 Euro pro Jahr sparen.
Generell sollte man Geräte nach der Nutzung immer komplett ausschalten, also nicht im Stand by -Modus lassen. Am einfachsten geht das über Mehrfachsteckdosen, die sich per Kippschalter ausschalten lassen.

Beitrag von Sina Krambeck