Stromzähler - Foto: (c) COLOURBOX Erwin Wodicka

Service - Tipps zum Stromanbieter-Wechsel

Wenn der Stromanbieter die Preise erhöht, haben Kunden ein außerordentliches Kündigungsrecht. Allerdings gibt es ein paar Dinge, die man bei der Suche nach einem neuen Anbieter beachten sollte. Tipps und Tricks beim Stromanbieterwechsel verrät Hermann-Josef Tenhagen, Chefredakteur von finanztip.de

Europaweit zahlen die Deutschen die höchsten Preise für ihren Strom. Und einige Anbieter erhöhen jetzt nochmal die Tarife. Deshalb kann es sich lohnen, einen Stromvergleich zu machen. Vielleicht ist ein anderer Anbieter günstiger. Ganz einfach geht das mit dem Stromrechner von Finanztipp.

Mit wenigen Angaben wie der Adresse, der Personenzahl im Haushalt und den monatlichen Stromkosten ermittelt der Rechner in wenigen Sekunden die Angebote sämtlicher Anbieter. Möglicherweise lassen sich jährlich zwei oder sogar dreistellige Summen sparen. Auch das Wechseln des Stromversorgers ist einfach. Der neue Anbieter kündigt in der Regel automatisch dem alten Anbieter. Ein fairer Stromvertrag sollte nach einem Jahr Laufzeit kündbar sein, mit einer Kündigungsfrist von 4-6 Wochen. Wenn der Anbieter den Strompreis erhöht, gilt das Sonderkündigungsrecht. In diesem Fall muss der Kunde allerdings selbst kündigen. Stromanbieter locken auch mit Bonuszahlungen für Wechsler. Im Schnitt bekommen die Kunden rund 60 Euro geschenkt wenn sie einen entsprechenden Vertrag schließen. Interessant kann das für Sparfüchse sein. In diesem Fall muss der Vertrag vor seiner Mindestlaufzeit gekündigt werden und eine neuer Anbieter gefunden. Denn im zweiten Vertragsjahr steigen die monatlichen Kosten in der Regel bei solchen Bonuszahlungen. Wer nicht in jedem Jahr einen neuen Stromvertrag abschließen möchte, sollte auf hohe Bonuszahlungen lieber verzichten. Es kann auch passieren, dass Vielwechsler beim Anbieter ihrer Wahl abgelehnt werden, denn für die Anbieter zahlt sich ein Vertag erst nach zwei Jahren aus. Wer seine Daten nach der Kündigung beim alten Anbieter löschen lässt, dürfte auf der sicheren Seite sein du nicht als Vielwechsler in Erscheinung treten. Der gesunde Mittelweg macht`s: Nicht ständig aber durchaus öfter mal wechseln und auch Eltern oder Großeltern motivieren. Die Generation 50+ ist nämlich deutlich zurückhaltender was das Wechseln des Stromanbieters betrifft.

Beitrag von Dagmar Kniffki