Service - Das ABC der Ernährungsirrtümer

In unserer neuen Reihe "ABC der Irrtümer" gehen wir jeweils drei Mythen aus einem übergeordneten Fachgebiet auf den Grund und klären ihren Wahrheitsgehalt unterhaltsam auf – und stellen sie gegebenenfalls richtig. Diesmal: Ernährungsirrtümer.

Dass Pommes, Torte und Co ungesund sind, wissen die meisten bereits. Und doch stehen viele beim Wocheneinkauf wieder ratlos vor den prall gefüllten Regalen. Zu viele Irrtümer rund um das Thema Ernährung kursieren. Wir klären einige davon auf.

"Ein Mann pflanzt Salat in ein Blumentöpfchen"; © COLOURBOX

B wie Blattsalat

Ein berühmter Ernährungswissenschaftler sagte einmal: "Kopfsalat ist wie ein nasses Handtuch." Damit spielte er auf den extrem geringen Nährwert eines Salatblatts an. Ganz so schlimm ist es aber nicht, sagt Ernährungsexpertin Vera Spellerberg. Aber: Salat ist nicht gleich Salat. Eisbergsalat, Kopfsalat – je heller Die Salatblätter, desto weniger Nährstoffe enthalten sie. Und Vorsicht: Nicht selten enthalten diese Salatsorten auch noch schädliche Nitrate. Gesünder sind Wintersalate wie Feldsalat, Radicchio oder auch Babyspinat.

K wie Kartoffeln

Dass Kartoffeln dick machen und deshalb mit Vorsicht zu genießen seien, dieses Gerücht kursiert immer wieder. Doch Vera Spellerberg kann die vielen Kartoffelliebhaber in Deutschland beruhigen: 100 Gramm gekochte Kartoffeln enthalten gerade mal 69 Kalorien. Was sie zum Dickmacher macht, sind die zugegebenen Fette, etwa bei Pommes, Bratkartoffeln oder Kartoffelpüree mit Sahne.

Häufchen Salz auf Holztisch (Quelle: Colourbox)
Bild: Colourbox

S wie Salz

Salz treibt den Blutdruck in die Höhe, heißt es. Doch auch hier gibt Vera Spellerberg Entwarnung. Nur wer eine sogenannte Salzsensitivität vererbt bekommen hat, für den ist Salz tatsächlich Gift. Bei den meisten bewirkt Salz hingegen keinen Bluthochdruck. Dennoch: Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt eine maximale Salz-Dosis von sechs Gramm pro Tag. Fertiggerichte und Snacks überschreiten diesen Wert sehr schnell. Deshalb lieber darauf verzichten.

V wie Verdauungsschnaps

Auch wenn inzwischen den meisten bekannt sein dürfte, dass der Verdauungsschnaps mit Vorsicht zu genießen ist, das Gefühl sagt vielen nach wie vor etwas anderes. Vera Spellerberg hat auch hier Positives für Schnaps-Liebhaber zu vermelden. Ein hochprozentiger Schnaps nach einem deftigen Essen kann tatsächlich helfen, denn der Alkohol regt die Gallensäure an. Aber: Wenn ein zweiter, dritter oder gar vierter Shot folgt, verkehrt sich der Effekt ins Gegenteil. Denn dann wird der Alkohol als Erstes verdaut, alles andere muss warten. Das bedeutet, das Essen liegt sogar besonders schwer im Magen.

Beitrag von Christine Knospe