3D-Grafik Kniegelenk (Quelle: Colourbox)
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Arthrose - Arthrose - der Weg aus dem Schmerz

Fast jeder zehnte Erwachsene leidet in Deutschland an Arthrose. In den betroffenen Gelenken treten Schmerzen auf - oft auch unabhängig von Belastung. Unser Experte im Studio Dr. Carsten Lekutat beleuchtet das Pro und Kontra neuester Therapie-Verfahren und erklärt, wie wichtig Prävention, Ernährung und Bewegung sind und warum Physiotherapie oder Tapes oft so gut wirken.

Arthrose zählt zu den häufigsten Gelenkerkrankungen. Fünf Millionen Deutsche leiden an diesem Knorpelverschleiß, meist an der Hüfte oder am Knie. Aber auch Fuß- und Handgelenke oder die Halswirbel können betroffen sein. Die Ursachen sind selten erblich. Die Senkung des Hormonspiegels in den Wechseljahren kann bei Frauen ein Auslöser sein. Andere Ursachen sind Übergewicht, Bewegungsmangel oder eine einseitige Belastung der Gelenke. Den Körper schonen und ihn bei Gelenkschmerzen nicht mehr zu bewegen ist aber der falsche Weg.

Der Aufbau der umgebenden Muskulatur zählt zu den wichtigsten Maßnahmen gegen den fortschreitenden Knorpelverschleiß. Denn: Starke Muskeln können schwache Knochen stützen. Mit gezieltem Training werden Gelenke besser mit Flüssigkeit und Nährstoffen versorgt. Besonders geeignet sind gelenkschonende Sportarten wie Aqua-Fitness, Herz-Kreislauf-Training auf dem Cross-Trainer, Radfahren, Schwimmen, Tanzen oder Nordic Walking. Kurse werden von den Krankenkassen gefördert. Darüber schreibt Dr. Carsten Lekutat in seinem Buch „Arthrose – der Weg aus dem Schmerz“.

Aus Sicht der modernen Medizin greift die sogenannte multimodale Therapie am besten. Der Patient geht den Knorpelverschleiß auf verschiedenen Wegen an. Neben regelmäßigem Sport helfen Manuelle Therapie, Akupunktur, Ayurveda, Heilfasten, Schröpfen, Retterspitzwickel, Tapen, Yoga, Qigong und eine gesunde vitaminreiche Ernährung mit wenig Zucker und wenig Fleisch. Unterstützend können Schmerzmittel wirken – möglichst niedrig dosiert und nicht über lange Zeiträume eingenommen. Viel zu oft werden künstliche Gelenke eingesetzt. Das sollte erst der letzte Ausweg bei Arthrose sein.

Beitrag von Dagmar Kniffki