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zibb Service - Was bringt das Terminservice- und Versorgungsgesetz?

Warten, warten, warten. Gerade gesetzlich versicherte Patienten müssen häufig viel Geduld aufbringen. Bei der Terminvergabe und später noch einmal in der Arztpraxis. Das Terminservice- und Versorgungsgesetz soll Abhilfe schaffen. Was es bringt? Warten Sie’s ab!

Der nächste freie Termin beim Urologen? Erst im nächsten Halbjahr wieder. Kurzfristig ein Besuch bei der Augenärztin? Nichts zu machen. Viele Patienten kennen das: Wenn es um Arzttermine geht, ist oft Geduld gefragt. Das Terminservice- und Versorgungsgesetz soll hier Abhilfe schaffen. Seit Mai ist es in Kraft.

Mehr Termine für gesetzlich Versicherte

Künftig sollen Arztpraxen 25 statt bisher 20 Sprechstunden pro Wochen nur für gesetzlich Versicherte anbieten, Fachärzte müssen zusätzlich fünf offene Sprechstunden zur Verfügung stellen, zu denen Patienten auch ohne Termin kommen können.

Ausbau der Terminservicestellen

Ab Januar 2020 soll es eine zentrale Hotline geben, unter der sich Patienten an allen Tagen der Woche rund um die Uhr Arzttermine geben lassen können. Voraussetzung dafür ist eine Überweisung des Hausarztes, auf der ein persönlicher Code steht, der am Telefon abgefragt wird. Zusätzlich arbeitet die Kassenärztliche Vereinigung an einer App, über die künftig ebenfalls Termine beim Arzt vereinbart werden können.

Schnellere Terminvergabe

Die Terminservicestellen sollen dafür sorgen, dass die gesetzlich Versicherten innerhalb von spätestens vier Wochen einen Termin bei einem Facharzt bekommen, für eine psycho-therapeutische Akutbehandlung darf die Wartezeit höchstens zwei Wochen betragen.

Ärztliche Versorgung auf dem Land

Um auch auf dem Land eine ausreichende ärztliche Versorgung zu gewährleisten, ist die Kassenärztliche Vereinigung verpflichtet, in bestimmten Gebieten eigene Praxen oder mobile und telemedizinische Versorgungsalternativen anzubieten.

Beitrag von Alena Hecker