Ergebnisse von Stiftung Warentest - Augenoptiker im Test

Auf der Suche nach der passenden Brille hat der Kunde inzwischen die Qual der Wahl. Einzelhändler, Filial-Geschäfte und Onlineshops machen sich gegenseitig Konkurrenz. Mit einem stetig wachsenden Angebot und großen Preisunterschieden. Stiftung Warentest hat Augenoptiker unter die Lupe genommen.  

Nur einer der beiden getesteten Einzelhändler bekam das Qualitätsurteil "gut". Die Preise für eine Einstärkenbrille reichen dort von 315 bis 500 Euro. Im Onlinestore von "Brille 24" gibt  es die Einstärkenbrillen für 70 bis 140 Euro, Qualitätsurteil "befriedigend". In allen vier getesteten Onlineshops ist das Urteil für den Service allerdings nur "ausreichend".

Ohne die fachliche Beratung und Begleitung durch ausgebildete Augenoptiker bleibt ein großer Teil der Arbeit dort an den Kunden hängen: Das Ausmessen des Pupillenabstandes für die Ermittlung der Zentrierdaten müssen die Brillenkäufer selbst übernehmen. Nach diesen Daten werden die Gläser anschließend hergestellt.

Je exakter die Messung desto besser die Sicht, schon geringe Abweichungen können beim Brillenträger zu Kopfschmerzen führen. Ein Teil der Onlinestores kooperiert mit Händlern vor Ort, was die Bewertung von Stiftung Warentest allerdings nicht verbessert.

Die Optikerketten "Fielmann" und "Apollo Optik" schnitten im Gesamturteil von Stiftung Warentest mit "befriedigend" ab.

Die Checkliste für den Brillenkauf

- Wie ansprechend ist die Auswahl?

- Führt der Optiker vor Ort einen Sehtest durch?

- Wie präzise wird das Brillengestell an die individuellen Maße angepasst?      

- Wie präzise werden die Zentrierungsdaten gemessen?

- Qualität der Materialien und Verarbeitung

- Stimmen Beratung und Service?

Fazit

Weniger bezahlen und mehr Aufwand in Kauf nehmen oder das Budget etwas höher ansetzen und einen Einzelhändler oder ein Filial-Geschäft mit gut bewertetem Service beauftragen.  

Beitrag von Dagmar Kniffki