Eine Mutter und ihr Kind beim Arzt (Quelle: Colourbox)
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Service - Auslandsreise-Krankenversicherungen im Test

Ob Kurztrip nach Wien, Badeurlaub auf Mallorca oder Skifahren in den Rockies: Wer ins Ausland verreist, braucht eine entsprechende Zusatzkrankenversicherung. Finanztest hat 42 Familien- und 50 Einzeltarife untersucht. Darunter gab es viele sehr gute Produkte.

Studiogast: Birgit Brümmel, Redakteurin Finanztest

Krankheit oder Unfall lassen sich nicht ausschließen. Sie können den Auslandsurlaub zur Katastrophe werden lassen, besonders wenn man zusätzlich auch noch auf den Behandlungskosten sitzenbleibt. Davor schützt eine Reisekrankenversicherung, denn die gesetzliche Krankenversicherung deckt nicht einmal in Europa alle möglichen Kosten ab. Vor allem nicht die, wenn der Kranke oder Verletzte mit einem Spezialflugzeug in die Heimat zurückgeflogen werden muss.
Die gute Nachricht: eine Auslandsreise-Krankenversicherung ist schon ab 8 Euro pro Jahr zu haben. Die Tester von Finanztest haben gerade aktuelle 92 Tarife von 43 Anbietern untersucht - mit erfreulichen Ergebnissen für die Reisenden. 52 erhielten gut, 27 wurden mit Gut bewertet, Ein Tarifwechsel kann sich bei älteren Versicherungen lohnen, denn die Tarife werden immer besser.

Die Testsieger:
Auslandsreise-Krankenversicherung Jahresverträge für Einzelpersonen
DKV: 9,90 Euro (Alterszuschläge:  ab 65 Jahre: 19,90 / ab 70 Jahre: 34,90 Euro)
Ergo: 9,90 Euro (Alterszuschläge:  ab 65 Jahre: 19,90 / ab 70 Jahre: 34,90 Euro)         HanseMerkur: 17,00 Euro (Alterszuschlag ab 65 Jahre: 59,00)

Wenn mehr als zwei Personen einer Familie gemeinsam verreisen, lohnt sich meist der Familientarif.

Testsieger Auslandsreise-Krankenversicherung Jahresverträge für Familien
HanseMerkur: 29 Euro
TravelSecure/Würzburger: 33 Euro
Vigo: 46,80 Euro

Den besten Tarif für ältere Reisende bietet die Debeka mit 8 Euro pro Jahr an. Sie erhebt als einzige keinen Alterszuschlag.
Innerhalb Europas sind wir alle  durch unsere Krankenkassenkarte geschützt. Doch auch hier kommt es auf das Kleingedruckte an.
Die Rückseite der Kassenkarte wird in allen EU-  und einigen anderen europäischen Ländern anerkannt, z. B. um sich in einem öffentlichen Krankenhaus behandeln zu lassen. Dabei besteht ein Anspruch auf die landesübliche Behandlung, die aber nicht mehr kosten darf als in Deutschland. Den Rest zahlt der Patient aus eigener Tasche drauf. Doch vor allem den so wichtigen Rücktransport muss er selbst zahlen, wenn er sich nur auf die Krankenkasse verlässt und keine zusätzliche Auslandsreise-Krankenversicherung abgeschlossen hat.

Beitrag von Susanne Kallenbach