Service - Wege aus der Depression

Depressionen treten oft schleichend und unbemerkt auf, doch plötzlich ist man mitten drin. Ihre Erfahrungen mit dieser ernstzunehmenden Erkrankung schildert uns die 50-jährige Berlinerin Paula, die vollkommen unerwartet damit konfrontiert wurde. Wir sprechen wir Dr. Mazda Adli, Chefarzt der Berliner Fliedner-Klinik, und der Psychotherapeutin Claudia Kufeld.

Depression ist eine Volkskrankheit. Jeder achte Mann und jede vierte Frau erkrankt mindestens einmal im Leben an dieser ernstzunehmenden psychischen Krankheit. Wer eine Depression hat, leidet über lange Zeit an einer ausgeprägten Antriebslosigkeit, aus der er sich selbst nicht befreien kann.

Was sind Anzeichen für eine Depression?

Depression geht mit einer inneren Leere und Hoffnungslosigkeit einher. Auch nachlassender Appetit und eine damit verbundene Gewichtsreduzierung kann Ausdruck dieser psychischen Krankheit sein. Auch das Gefühl nicht mehr Empfinden zu können ist typisch für eine Depression. Unsere Protagonistin im Beitrag erzählt, dass Sie sich über längere Zeit schlapp und antriebslos gefühlt hat und dann an einem ganz normalen Tag keine Kraft mehr hatte, um aufzustehen und Arbeiten zu gehen.

Wie wird eine Depression diagnostiziert?

Eine Depression ist ernst zu nehmen und sollte unbedingt behandelt werden. Vielen Menschen fällt es aber schwer, mit ihrem Arzt über psychische Probleme zu sprechen. Doch Depression kann jeden treffen und jeder sollte sich helfen lassen. Wer an sich, Freunden oder einem Familienmitglied über einen Zeitraum von zwei Wochen die Symptome einer Depression beobachtet, der sollte sich nicht scheuen, zum Arzt zu gehen oder das Thema offen anzusprechen. Der behandelnde Arzt wird dann eine ausführliche Bestandsaufnahme machen und kann anhand der Erzählungen einschätzen, ob es sich um eine Depression handelt.

Wie wird eine Depression behandelt?

In der akuten Phase der Depression wirken Antidepressiva positiv auf die Stimmung und machen eine Therapie möglich. Wichtiger und immer mit eingehend ist allerdings die psychische Betreuung in Form einer Therapie. Diese kann stationär oder ambulant gemacht werden. Es ist wichtig, dass sich der Patient einem Psychotherapeuten öffnet und mit seiner Hilfe aus der vermeintlichen Hoffnungslosigkeit wieder herausfindet. Zusätzlich gibt es Achtsamkeitsworkshops o.ä. die in der Therapie angewendet werden.

Was können andere tun?

Es ist wichtig die Krankheit ernst zu nehmen und nicht herunterzuspielen. Depression ist eine psychische Krankheit, bei der die chemischen Botenstoffe im Gehirn durcheinander geraten und zu viele Stresshormone ausgeschüttet werden. Für den Patienten können Angehörige und Freunde eine Stütze sein.