Ein Mann mittleren Alters liegt rücklings auf dem Boden (Quelle: Colourbox)
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Service - Erste Hilfe: Was man darüber wissen muss

Jeder kann in die Situation kommen, dass er im Alltag oder im Urlaub einem Menschen, der in Not geraten ist, Erste Hilfe leisten muss. Wir erklären die wichtigsten Praktiken wie die stabile Seitenlage, Mund zu Mund-Beatmung, oder Wiederbelebungsmaßnahmen und worauf man dabei achten soll.

Schnell helfen kann Leben retten! Mehr als 300 000 Menschen erleiden laut Deutscher Herzstiftung jedes Jahr einen Herzanfall. Doch wie helfe ich richtig, was muss ich als Ersthelfer wissen und worauf kommt es am Unfallort an? zibb und das Deutsche Rote Kreuz erklären, wie´s geht.

Bei einem Unfall mit Verletzten, heißt es schnell handeln: Zunächst den Notruf anrufen - oder darum einen anderen Zeugen bitten. Das Opfer ansprechen, leicht rütteln und die Atmung überprüfen, indem Sie horchen, mit der eigenen Wange fühlen und den Brustkorb beobachten. Wenn das Opfer atmet, in die stabile Seitenlage bringen: dafür die zugewandte Hand nach oben legen, die andere an die gegenüberliegende Wange. Das hintere Bein aufstellen, die Person zu sich herumrollen. Den Kopf leicht nach oben strecken und den Mund öffnen. So kann ggf. Blut oder Erbrochenes die Atemwege nicht verstopfen.

Atmet die Person nicht, Herz und Lunge wiederbeleben: dafür den Oberkörper frei machen, mit beiden Händen den unteren Teil des Brustkorbs 30mal ungefähr fünf Zentimeter tief eindrücken – etwa im Rhythmus der Lieder "Stayin´ Alive" oder "Atemlos durch die Nacht". Dann zweimal beatmen, dabei die Nase zuhalten, die eigenen Lippen über den Mund legen und eine Sekunde hinein atmen. Prüfen, ob sich der Brustkorb hebt. Danach wieder 30 mal das Herz beleben - immer im Wechsel.

Eine zweite Person besorgt im besten Fall einen Defibrillator: dessen Pads auf die rechte obere Brust und die linke Seite anbringen. Das Gerät erklärt selbst, was zu tun ist, danach eventuell weiter mit einer Herz-Lungen-Massage unterstützen.
Wichtig ist in dem ganzen Prozess natürlich, sich selbst zu sichern.
Am besten frischen Sie Ihre Kenntnisse regelmäßig in einem Kurs auf, die bieten verschiedene Anbieter ständig in allen Regionen an!

Defibrillatoren sind keine Pflicht, allerdings in vielen Rathäusern, Einkaufszentren und großen Unternehmen vorhanden. Für Berlin und Brandenburg an der Havel gibt es inzwischen apps, die die nächstgelegenen Defis anzeigen.
Sie können mit einem Defibrillator nichts falsch machen: Das Gerät zeigt die richtigen Schritte durch Bilder und Sprachansagen an, und der Schock löst nur aus, wenn auch wirklich ein Herzkammerflimmern vorliegt.

Beitrag von Corinna Meyer