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Service - Hilfe für Gewaltopfer: Wohin kann man sich wenden?

Wer Opfer oder Zeuge einer Straftat geworden ist, der benötigt unter Umständen ganzheitliche Unterstützung. Wir erklären, welche Hilfsangebote die Opferhilfe und der Weiße Ring für Betroffene bereithalten und sprechen über die verschiedenen Hilfsoptionen.

Rund 200.000 Menschen in Deutschland werden jedes Jahr Opfer einer Straftat. Um die Täter kümmert sich die Justiz. Doch wer kümmert sich eigentlich um ihre Opfer? Zum Beispiel der Weiße Ring.

46.000 Mitglieder hat der „Weißer Ring“ bundesweit. Damit ist er der einzige Opferhilfe-Verein, der deutschlandweit arbeitet. 2.900 Helfer engagieren sich an 400 Standorten ehrenamtlich. Sie sind erste Anlaufstelle für Gewaltopfer jeglicher Art – egal, ob es sich um Stalking, einen Überfall, Vergewaltigung oder einen Wohnungseinbruch handelt. Der „Weiße Ring“ wurde 1976 vom Fernsehjournalisten und damaligen Moderator der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ Edouard Zimmermann gegründet. Das Ziel: Opfer von Kriminalität in der Gesellschaft sichtbarer zu machen.

Opferhilfe-Vereine beraten persönlich vor Ort, telefonisch und auf Wunsch auch anonym im Internet. Sie leisten eine erste psychologische Betreuung, vermitteln und finanzieren Rechtsanwälte, begleiten Opfer und Zeugen im Laufe von Gerichtsprozessen, leisten in Notfällen unbürokratische finanzielle Hilfe und vermitteln Hilfen anderer Stellen.

Wer Opfer einer Gewalttat wurde, sollte generell folgende Schritte unternehmen, so die Empfehlung des „Weißen Rings“:

- rechtsmedizinische Untersuchung

- Anzeige bei der Polizei

- Rechtsberatung beim Anwalt

- psychologische Beratung


Beitrag von Christine Knospe