Zwei schnöne gepflegte Hände (Quelle: Colourbox)
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Service - Handpflege in Zeiten von Corona

Immer wieder ausführlich Händewaschen – das Wichtigste in diesen Tagen. Zum Glück sorgen diverse Internetseiten wenigstens für musikalische Abwechslung oder schlagen Songs mit 20 Sekunden langen Refrains vor.

"Wash your lyrics" erstellt sogar eine Anleitung genau zum Text des eigenen Lieblingsliedes
 So haben sich die meisten an die ständige Hygiene gewöhnt.
 
Die meisten Menschen haben sich ans häufige Händewaschen gewöhnt, aber das trocknet die Haut an den Händen noch viel mehr aus also sonst. Um das wenigstens etwas einzudämmen, empfiehlt Hautärztin Yael Adler milde Waschsubstanzen – die reinigten genauso gründlich wie scharfe Seifen: Sie sollten einen der Haut ähnlichen pH-Wert um fünf haben. So genannte alkalische Seifen haben eher einen pH-Wert um zehn und zerstören dadurch leicht den wichtigen Säureschutzmantel der Haut. Diese bekomme dann leichter Exzeme.
 
Ein weiterer Tipp: Die Fingernägel im Moment möglichst kurz halten und immer gründlich mit reinigen. Das sei wichtiger als die Haut ständig mit Desinfektionsmittel zu belasten, sagt Yael Adler. Denn der Alkohol darin trockne die Haut noch mehr aus. Desinfizieren empfiehlt sie wirklich nur Menschen, die mit erkrankten Menschen oder sonst im medizinischen Bereich arbeiten.
 
Nach dem Händewaschen hilft eine gute Handcreme – das Angebot ist groß. Yael Adler rät jetzt zu einer richtigen Salbe mit hochwertigen Fetten statt nur einer mit Feuchtigkeit.
Sie schwört auf Sheabutter, das Fett darin ähnelt dem Hautfett. Aber auch andere Profi-Cremes zum Beispiel aus Apotheke oder Bioladen helfen der Haut.
 
Von Hausmittelchen dagegen rät die Hautärztin ab: Vaseline zum Beispiel bestehe aus Erdöl und verschließe die Haut wie eine Plastikfolie. Öl wäscht quasi das Hautfett noch heraus und trocknet so noch mehr aus. Lieber mal mit einer natürlichen Fettcreme eine richtige Kur machen und in Ruhe einwirken lassen.

Beitrag von Corinna Meyer