Service - Was tun bei Problemen mit den Venen?

Jucken in den Beinen bis zu starken Schmerzen, dazu wurmähnliche Verdickungen an den Beinen: Krampfadern betreffen rund ein Drittel aller Erwachsenen. Doch woran merke ich, ob ich Krampfadern habe und ob sie behandelt werden müssen?

Ein Kribbeln in den Beinen, ein paar dickere Adern auf den Beinen – erst mal nichts Schlimmes, aber wenn sich das als Krampfader herausstellt, kann es durchaus gefährlich werden! Krampfader hat übrigens eigentlich nichts mit „Krampf“ zu tun, der Begriff kommt vom althochdeutschen „krimpfan“ für Krümmen. Daher sind Krampfadern - der Fachbegriff ist Varix, die Mehrzahl Varizen - eher gekrümmte Venen, die oft als Verdickung an der Hautoberfläche sichtbar sind.

Gesunde Venen führen das sauerstoffarme Blut zurück zum Herzen. Venenklappen sorgen wie Ventile dafür, dass es in die richtige Richtung fließt. Wenn sich – durch schwaches Bindegewebe – die Venen ausdehnen, können sich die Venenklappen nicht mehr richtig schließen, das Blut sackt nach unten, es entstehen Krampfadern.

Etwa jeder dritte Erwachsene hat Krampfadern, das heißt allerdings noch lange nicht, dass sie bei jedem behandelt werden müssen. Und sichtbare Besenreiser stören zwar kosmetisch, bergen aber kein gesundheitliches Risiko. Meist sollten Sie Krampfadern behandeln, wenn die Beine häufig anschwellen, kribbeln oder schwer werden, spätestens wenn Schmerz einsetzt. Dann gibt es verschiedene Behandlungsmethoden:

- das klassische "Stripping", dabei zieht der Chirurg den erkrankten Teil der Vene heraus

- das thermische Veröden durch Laser oder Radiowelle

- Schaumveröden, dabei wird die Vene quasi an den Enden verklebt, so dass kein Blut mehr hindurch fließen kann.

Viele Krankenkassen bezahlen bisher nur das am längsten angewandte und am besten erforschte Stripping. Wann welche Methode am sinnvollsten ist, sollte die Patientin mit ihrem Arzt individuell klären.

Wirklich vorbeugen lassen sich Krampfadern nicht, es gibt eine genetische Veranlagung dafür. Wer schwaches Bindegewebe hat, kann durch viel Bewegung das Entstehen der Krampfadern jedoch möglicherweise hinauszögern. Gut sind Sport, Beine hochlegen und generell regelmäßige Bewegung - wer im Job viel sitzt oder gar steht, ist eher gefährdet und sollte möglichst Bewegungspausen einlegen, auch mal unter dem Tisch mit den Zehen wackeln, um die Muskeln beim Hochpumpen des Blutes zu unterstützen.

Wir haben die Patientin Hiltrud Adomeit zu ihrer Nachuntersuchung bei Dr. Michael Knop begleitet, der als Spezialist an der Havelklinik Berlin Venenleiden behandelt.

 

Beitrag von Corinna Meyer