Service - Lachen ist gesund: Humor als Lebenshilfe

Humor ist einer der wichtigsten Schlüssel zu unserem Lebensglück. Er kann uns helfen, uns nicht mehr ohnmächtig oder dem Schicksal ausgeliefert zu fühlen. Allerdings wurde lange bezweifelt, dass man Humor lernen kann. Dem widerspricht der Psychotherapeut Wolfgang Krüger, der in seinem neuen Buch ein Humorprogramm zum Nachmachen vorstellt.

Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Gerade in schwierigen Lebenssituationen kann er uns helfen, die Dinge aus einer anderen Perspektive zu sehen und alles etwas leichter zu nehmen. Studien zeigen: Humorvolle Menschen sind glücklicher und gesünder. Doch kann man Humor lernen? Ja, behauptet der Psychologe Wolfgang Krüger. In seinem Buch „Humor für Anfänger und Fortgeschrittene“ gibt er dafür konkrete Anleitungen.  

Lachen ist gesund, trotzdem tun gerade wir Deutschen uns damit oft schwer. Während Kinder pro Tag etwa 400mal lachen, tun das Erwachsene nur noch durchschnittlich fünfzehnmal täglich.

Dabei fällt es humorvollen Menschen leichter, den Widrigkeiten des Lebens zu begegnen und  Niederlagen besser und schneller zu verarbeiten. Das ist vor allem in unserer heutigen Leistungsgesellschaft wichtig, in der man häufig von sich und anderen Perfektion erwartet.  Wer dann bei einem Missgeschick über sich selbst lachen kann, hat es nach Meinung von Psychologen deutlich leichter im Leben.

Humor hat man oder nicht?
Ob Humor angeboren ist oder nicht, darüber gehen die Meinungen auseinander. Der Psychotherapeut und Autor Wolfgang Krüger jedenfalls ist überzeugt, dass man selbst einiges dafür tun kann, um mehr Humor in seinen Alltag zu bringen. In seinem Buch „Humor für Anfänger und Fortgeschrittene“ entwirft er ein richtiges Lernprogramm. So sei es für den Anfang wichtig, sich klar zu machen, worüber man überhaupt lachen kann, welche Filme, Komiker oder Situationen einen zum Lachen bringen und sich diese dann gezielt regelmäßig anzusehen. „Humor-Killer“ im Alltag, die einem ständig die Laune vermiesen, sollte man dagegen gezielt meiden. Eine weitere Möglichkeit, mehr Lachen in seinen Alltag zu bringen, ist die Teilnahme an Lachtreffs oder Lachyoga-Stunden, von denen es mittlerweile viele Gruppen gibt.

Die Idee des Lachyoga stammt von einem indischen Arzt und hat mittlerweile weltweit Anhänger. Sie halten sich an die Devise: „Fake it untill you make it“, also tu so als ob, bis das wirkliche Lachen von selbst kommt. Kleine Rollenspiele helfen dabei, eventuelle Hemmungen zu Beginn abzuschütteln und ins Lachen zu kommen. Denn ob gewollt oder echt: Durch das Lachen werden Glückshormone ausgeschüttet und Stress abgebaut. Ziel ist es, das Lachen dann auch mit in den Alltag zu nehmen und über Situationen, über die man sich normalerweise ärgern würde, einfach zu lachen. Regelmäßiges Lachen entspannt und hebt die Grundstimmung und das wiederum ist laut Krüger die beste Voraussetzung für Humor. Außerdem nennt Wolfgang Krüger vier Faktoren, die er Humor-Beschleuniger nennt. Diese sind das eigene Selbstbewusstsein (eine intakte Selbstachtung); die soziale Verankerung (ein intaktes soziales Netz); eine sinnvolle Beschäftigung (Hobby/Aktivität, die man mit Leidenschaft ausübt) und Achtsamkeit. Diese Faktoren intensivieren das Leben und stärken die inneren Kräfte. Zu wissen, wer Sie sind, was andere an Ihnen schätzen und was Sie können sei die unverzichtbare Basis für die Entfaltung des Humors. Das Fundament des Humors sei immer die Liebe zu sich selbst und zu anderen. Wenn wir uns einsam und ungeliebt fühlen, können wir laut Krüger auch nicht humorvoll sein.

Beitrag von Sina Krambeck