Service - Mit Licht gegen den Winterblues

Lichtmangel und fehlendes Sonnenlicht schlagen vielen aufs Gemüt. Die Folge sind Melancholie, Lust- und Antriebslosigkeit. Jeder vierte leidet in der dunklen Jahreszeit angeblich unter saisonalen Stimmungsschwankungen – besser bekannt als Winterblues. Doch dagegen kann man etwas tun.

Schuld sind die Hormone
Wir brauchen Licht. Wenn es fehlt, gerät unser Körper aus dem Takt, denn das Licht steuert das Zusammenspiel der körpereigenen Hormone Melatonin und Serotonin. Das Serotonin, auch als Glückshormon bekannt, das tagsüber ausgeschüttet wird, wenn es hell ist, wirkt sich positiv auf unsere Stimmung aus. Sobald es dunkel wird, wird vermehrt das Schlafhormon Melatonin ausgeschüttet, besonders in der zweiten Nachthälfte. Wenn es zu spät hell und zu früh dunkel wird, schüttet unser Gehirn länger und verstärkt Melatonin aus. Das macht uns müde und schlapp. Die Serotoninausschüttung hingegen wird reduziert. Die fehlenden Glückshormone drücken auf die Stimmung.

Lichttherapie
Eine Lichttherapie kann helfen. Dabei setzt man sich in der dunklen Jahreszeit jeden Morgen nach dem Aufstehen dreißig Minuten lang vor eine spezielle Tageslichtlampe mit einer Lichtstärke von 10.000 Lux und einer Wellenlänge zwischen 450 und 470 Nanometern. Das entspricht in etwa dem morgendlichen Sonnenlicht. Eine halbe Stunde davor zu sitzen, ist wie im Sommer zwei Stunden im Freien zu verbringen. Wichtig ist, dass das Licht direkt auf die Netzhaut fällt; die Augen sollten also geöffnet sein. Um sie  vor dem schädigenden Einfluss des UV-Lichts zu schützen, besitzen die Lampen einen UV-Filter.  

Das Licht bringt die innere Uhr wieder in ihren Takt. Es hemmt die Melatonin-Bildung im Gehirn und sorgt gleichzeitig dafür, dass sich der Serotoninspiegel erhöht.
Tageslichtlampen für zuhause kosten zwischen 30 und 180 Euro. Sie sind in Elektronikfachmärkten oder online erhältlich.
Alternativ helfen auch ausgedehnte Spaziergänge und Sport gegen den Winterblues.

Beitrag von Gela Braun