Service - Die heilsame Kraft der Berührung

Berührungen sind wichtig für unser Wohlbefinden: Kleinkinder brauchen Hautkontakt, um sich selbst wahrnehmen zu können, sich geborgen und sicher zu fühlen. Doch Berührungen haben nicht nur wichtige psychosoziale Funktionen, weil sie unsere Beziehungen stabilisieren, sie haben auch heilsame Wirkungen.  

Depressionen und Angstzustände etwa können durch psychoaktive Massagen gelindert werden. Wissenschaftler stellten fest, dass die Dosis von Narkosemitteln bei OPs deutlich reduziert werden können, wenn der Patient während der OP an Kopf oder Händen berührt wird.

Berührung kann sich auch auf unser Verhalten auswirken: Ein Streit lässt sich eher schichten, wenn das Gegenüber sanft berührt wird. Ein spezielles Nervenfasernetz unter der behaarten Haut hat sogar einzig den Zweck Wohlgefühl herzustellen.

Menschen in modernen Industriegesellschaften leiden häufig unter einem Mangel an Berührungen. So ein Mangel kann krank machen und/oder zum Tod führen.
Studien zeigen, dass Paare, die sich häufig berühren, harmonischer miteinander leben. Berührungen haben demnach auch eine positive Wirkung auf den Hormonhaushalt, so wird das Stresshormon Cortisol gesenkt, das  sogenannte Kuschelhormon Oxytocin hingegen verstärkt ausgeschüttet.

Die Massage-und Körpertherapeutin Gabriele Mariell Kiebgis hat gemeinsam mit Prof. Müller- Oerlinghausen die psychoaktive „Vasana“ Massage entwickelt, die Depressionen lindern kann.

Zu Gast im Studio: Prof. Bruno Müller-Oerlinghausen, Psychiatrischen Klinik der FU Berlin, Experte für Depressionsbehandlung und körpertherapeutische Methoden


Beitrag von Ute Müller-Schlomka