Zwei schnöne gepflegte Hände (Quelle: Colourbox)
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Service - Schön und gesund: Die richtige Nagelpflege

Gepflegte Nägel sind schön anzusehen und wirken ästhetisch. Zur Pflege der Nägel gibt es in Drogerien und Apotheken ein breites Sortiment an kosmetischen Produkten. Unser Studiogast Yael Adler, Hautärztin und Bestsellerautorin, erklärt uns alles rund um die richtige Nagelpflege.

Ob lang und lackiert oder kurz und pur: Fingernägel sind unser Aushängeschild und eines der ersten Dinge, die uns bei anderen auffallen. Umso wichtiger, dass sie gesund und gepflegt aussehen. Doch bei der Nagelpflege kann man einiges falsch machen. Entzündungen oder Pilzerkrankungen können die Folgen sein.

Unsere Nägel gelten als Spiegel unserer Gesundheit. Sind sie brüchig, haben Flecken oder Rillen kann das auf Mangelerscheinungen oder sogar ernste Krankheiten hindeuten. Wobei viele Erscheinungen auch ganz harmlos sind. Zum Beispiel weiße Flecken auf den Nägeln. Viele Menschen vermuten dahinter einen Kalziummangel. Doch tatsächlich entstehen diese weißen Flecken durch Stöße oder Verletzungen in der Wachstumsphase des Nagels. Es handelt sich meist um eingeschlossene Luftbläschen.
Hellbraune oder gelbliche Flecken können dagegen ein Hinweis auf Nagelpilz oder Schuppenflechte sein. Sie sollten auf jeden Fall von einem Hautarzt abgeklärt werden. Genauso wie dunkelbraune oder schwarze Flecken, die nicht herauswachsen. Hierbei kann es sich im schlimmsten Fall um Hautkrebs handeln, deshalb unbedingt einem Hautarzt zeigen.
Längsrillen auf den Nägeln treten bei vielen Menschen ab circa 40 Jahren auf und sind eine harmlose Alterserscheinung. Querrillen können dagegen ein Zeichen für einen überstandenen Infekt in der Wachstumsphase sein. Wenn sie immer wieder auftauchen oder gar nicht mehr weggehen, sollte man das aber ebenfalls sicherheitshalber von einem Dermatologen prüfen lassen.
Für brüchige, weiche Nägel gibt es verschiedene Ursachen. Erstens kann es sich dabei um einen Mikronährstoffmangel handeln. Dann fehlen dem Körper zum Beispiel Silicium, Zink, Eisen oder Biotin. Eine Blutuntersuchung kann die genaue Ursache abklären. Zweitens: Im Winter trocknet die Hornschicht unserer Nägel aus, vor allem vorne am Nagelende. Dagegen hilft es, die Nägel glatt zu feilen, das verschließt den Nagel. Dann dick eincremen, am besten mit Sheabutter und beim Geschirrspülen  und Putzen Haushaltshandschuhe tragen. Zum Händewaschen und Duschen empfiehlt Hautärztin Dr. Yael Adler ein mildes Syndet statt Seife.
Wichtig ist für die Nägel auch eine vollwertige Kost, die z.B. Vollkorn, Nüsse und Samen enthält. Sind die Nägel auch nach Wochen immer noch brüchig, sollte man sein Blut auf Mineralstoffmangel untersuchen lassen.  
Was gibt es bei der Pflege zu beachten?
Kürzen sollte man seine Nägel nur schonend mit einer Feile, nicht mit Schere oder Knipser. Am besten von außen nach innen und zum Abschluss noch einmal in eine Richtung feilen, um die Nagelplatte zu versiegeln.
Außerdem sollte man den Nagel nicht zu kurz feilen, sondern einen schmalen weißen Rand stehen lassen, da sich sonst auf der Fingerkuppe Hornhaut bildet.
Die Nagelhaut sollte wenn überhaupt nur sehr vorsichtig zurückgeschoben werden. Viele Mediziner raten davon generell ab. Denn die Nagelhaut funktioniert wie eine Gummidichtung für unseren Nagel und schützt ihn vor eindringenden Keimen.
Nagellacke enthalten oft Stoffe, die Allergien auslösen können. Deshalb sollte man seinen Nägeln regelmäßig eine nagellackfreie Zeit  gönnen.

Beitrag von Sina Krambeck