Zwiebeln und Knoblauch auf Holztisch (Quelle: Colourbox)
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Service - Natürliche Antibiotika aus der Küche

In der Schnupfen- und Erkältungszeit stehen antibiotisch wirkende Medikamente hoch im Kurs. Doch zu den Produkten der Pharmafirmen gibt es auch natürliche Alternativen, die viele zu Hause im Gewürzregal stehen haben. Wir stellen verschiedene Gewürze und ihre Wirkung vor.

Sie haben Brennhaare, schmecken scharf oder bitter - so wehren sich Pflanzen gegen ihre natürlichen Feinde. Menschen nutzen diese pflanzlichen Schutzstoffe seit Jahrhunderten, um Krankheitserreger zu bekämpfen.

Meerrettich
Das winterharte Wurzelgemüse, auch Kren genannt, stammt ursprünglich aus Süd- und Osteuropa. Meerrettich ist reich an Senfölglykosiden, die sich beim Reiben in Senföle umwandeln und für den scharfen Geruch und Geschmack sorgen. Diese helfen nachweislich gegen eine ganze Reihe an verschiedenen Keimen.

Knoblauch
Dass es der Knoblauch nicht als Antibiotikum in die Medizin geschafft hat, liegt sicher auch daran, dass sein Wirkstoff Allicin untrennbar mit dem intensiven Geruch verbunden ist. Wer sich davon nicht abschrecken lässt, genießt die Knolle am besten roh. So entfaltet sie am besten ihre antibakterielle Wirkung.

Zwiebel
Auch die Zwiebel gehört als Hauptzutat in viele überlieferte Hausmittel: Wickel gegen Halsweh, Auflagen gegen Ohrenschmerzen - und gegen Fußpilz soll die Zwiebel helfen. Die Wissenschaft hat die antibiotischen, entzündungshemmenden und antiallergischen Effekte der Zwiebel offiziell anerkannt. Ihr Wirkstoff steckt in einigen Medikamenten. Richtige Kenner bevorzugen sie jedoch in ihrer rohen Form.

Gewürze mit reinigender Wirkung Kümmel, aber auch Thymian, Oregano und Rosmarin haben es ebenfalls in sich. Die in den Kräutern enthaltenen ätherischen Öle haben eine antibakterielle Wirkung und bringen die Verdauung in Gang. Wer reichlich würzt, macht das Essen nicht nur schmackhafter, sondern tut so ganz nebenbei auch etwas für die eigene Gesundheit.

Beitrag von Alena Hecker