Illustration: Witz, Lachen, Humor
colourbox
Bild: colourbox

Service - Optimistischer werden: Zuversicht kann man lernen

Optimisten gehen mit einem Lachen durchs Leben. Sie freuen sich über Kleinigkeiten und glauben an sich selbst. Das ist nachweislich gesund - aber lässt sich diese Haltung auch erlernen?

Studiogast: Elisabeth Heckel, Dipl.-Psychologin


Optimisten geht es besser. Studien belegen, dass Menschen, die sich gesund fühlen, langfristig auch objektiv gesünder sind und länger leben. Allein die positive oder negative Lebenseinstellung kann demnach das Krankheitsrisiko beeinflussen. Dabei spielen häufig psychische Faktoren wie Ausgeglichenheit oder die sogenannte Selbstwirksamkeit eine Rolle.

Optimismus ist erlernbar

Manchen Menschen ist der Optimismus in die Wiege gelegt. Die Wissenschaft geht davon aus, dass eine positive Lebenseinstellung zu 50 Prozent veranlagt sind. Zugleich ist es aber selbst noch im fortgeschrittenem Alter möglich, Optimismus ins Leben zu bringen und das positive Denken zu üben.

Dankbar sein für das, was man hat
Wer morgens schon mit einem Lächeln auf den Lippen aufwacht und sich dankbar an vermeintlich kleinen Dingen wie dem Zwitschern der Vögel, dem Sonnenschein oder dem Duft des Frühstückskaffees erfreut, startet den Tag mit positiver Energie. Anstatt sich über die volle U-Bahn zu ärgern, kann man sich darüber freuen, einen halbwegs bequemen Stehplatz ergattert zu haben. 

Fehler zulassen
Manche Menschen stehen sich zuweilen auch selbst im Weg. Sie sind nie zufrieden mit dem, was sie erreicht haben, sondern sehen immer nur, was sie hätten besser machen können. Das kann auf Dauer unzufrieden machen. Hilfreich sind hierbei sogenannte Erlauber-Sätze wie etwa “Ich erlaube mir, dass ich auch mal einen Fehler machen darf.” Solche Sätze kann man sich suchen, aufschreiben und mantraartig für sich wiederholen.

Es ist nie alles schlecht
Es mag Tage geben, da läuft vieles schief. Pessimistische Menschen sehen darin vielleicht die Bestätigung, dass bei ihnen sowieso nichts funktioniert. Aber ist das wirklich so? Wer die Sicht auf die Dinge verändert, kann an jeder noch so blöden Situation auch etwas Gutes finden. Das hebt die Stimmung und macht auf Dauer glücklicher.

Realistisch bleiben
Zu viel Optimismus kann zuweilen auch gefährlich werden - etwa, wenn Unternehmer oder andere Personen in verantwortungsvollen Positionen ihr Können verschätzen und dabei die Risiken verkennen. Bei allem Optimismus sollte man die Realität nicht aus den Augen verlieren. Wie sagt der britische Politiker Harold Wilson so schön: „Ich bin Optimist – aber einer, der einen Regenschirm dabei hat.“

Beitrag von Alena Hecker