Flugzeug am blauen Himmel; Bild: colourbox.com/ssuaphoto
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Service - COVID-19: Bundesregierung hebt Reisewarnung auf

Zum 15. Juni soll für 31 europäische Länder die internationale Reisewarnung aufgehoben werden. Neben den 26 EU-Staaten sind das Großbritannien, Island, Norwegen, die Schweiz und Liechtenstein. Aber wie kann Urlaub in der Krise aussehen? Was ist möglich – und mit welchen Einschränkungen müssen Reisende rechnen?

Im Gespräch: Torsten Schäfer, Deutscher Reiseverband

 

Die einen sitzen bereits auf gepackten Koffern, andere möchten am liebsten zu Hause bleiben und fürchten nun um ihre Rückerstattung bei Stornierung der Reise. Was bedeutet es konkret für Urlauber, wenn die Reisewarnung aufgehoben wird?

Pauschalreisen sind grundsätzlich möglich
Wenn keine Reisewarnung gilt, können Veranstalter auch wieder Reisen in die entsprechenden Länder anbieten. Aber nicht alle bieten bereits zum 15. Juni Reisen an. So will etwa Schauinsland Reisen erst ab 26. Juni wieder Flugreisen anbieten, Alltours ab 25. Juni. Auch Kreuzfahrten werden aller Voraussicht nach noch nicht zum Stichtag stattfinden können.

Nicht jedes Land kann bereist werden
Dass es keine Reisewarnung mehr gibt, heißt jedoch nicht automatisch, dass touristische Reisen in die genannten Länder in allen Fällen wieder möglich sind. Voraussetzung dafür ist, dass es keine Einreiseverbote und großflächigen Ausgangssperren mehr gibt – so wie es etwa noch bei Norwegen und Spanien der Fall ist.

Reisehinweise statt Reisewarnung
Statt einer Reisewarnung soll es ab 15. Juni Reisehinweise geben, die für jedes einzelne Land Risiken aufzeigen. Darin kann auch weiterhin von einer Reise abgeraten werden, wie etwa für Großbritannien, wo Einreisende auch nach dem 15. Juni mit einer 14-tägigen Quarantäne rechnen müssen.

Stornogebühren oder kostenloser Rücktritt
Wer eine bereits gebuchte Reise ins europäische Ausland, die nach dem 15. Juni stattfinden soll, aus Sorge vor Corona absagen möchte, muss womöglich Stornokosten zahlen. Das Recht auf gebührenfreien Rücktritt von der Reise besteht nur wenn, wenn diese wegen außergewöhnlicher Umstände erheblich beeinträchtigt ist. Finden sich in den Reisehinweisen Aussagen, die auf außergewöhnliche Umstände schließen lassen, könnte ein kostenloser Reiserücktritt jedoch weiter möglich sein.

Vorerst keine Reisen ins außereuropäische Ausland möglich
Solange für einen Staat weiterhin eine Reisewarnung besteht, werden Veranstalter keine Reisen dorthin anbieten. Das schließt - nach derzeitigen Plänen - vorerst wohl auch beliebte Urlaubsländer wie Ägypten, Tunesien und die USA ein. Wann Reisen in diese Länder wieder möglich sein werden, ist bislang schwer absehbar.

Beitrag von Alena Hecker