Tiefgekühlte Erdbeeren und Erbsen (Bild: imago/Niehoff)

Service - Tipps rund um das richtige Einfrieren von Lebensmitteln

Das Einfrieren ist eine moderne und vor allem praktische Möglichkeit, Vorräte anzulegen und über einen längeren Zeitraum zu lagern. Wir klären, welche Lebensmittel sich überhaupt für die Tiefkühltruhe eignen und welche nicht und wie man überhaupt richtig einfriert und den gefürchteten Gefrierbrand vermeidet.

Lebensmittel einfrieren – diese Idee ist fast so alt wie die Menschheit. Trotzdem gibt es immer noch Vorbehalte gegenüber Tiefkühlkost. Ist eingefrorenes Gemüse genauso gesund wie frisches? Und welche Lebensmittel sollten besser nicht ins Gefrierfrach?

Coole Erfindung
Fertig zubereitet und frisch auf den Tisch. So nutzen viele Menschen die coolste Methode des Haltbarmachens. 1926 kommen in Amerika die ersten Kühlmaschinenmodelle für Privathaushalte auf den Markt, in den 1960er Jahren setzen sie sich auch in Deutschland als praktische Haushaltshilfe durch.

Tiefkühlgemüse ist gesund
Noch immer haben viele Menschen Vorbehalte gegenüber Gemüse aus der Tiefkühltruhe. Tatsächlich baut sich bei Raumtemperatur nach zwei Tagen ein Viertel der Vitamine ab, nach einer Woche alle. Im Kühlschrank gelagert sind die Verluste schon geringer. Tiefgekühltes verliert nur in den ersten Tagen Vitamine, dann nicht mehr. Gemüse sollte vor dem Einfrieren kurz in heißes Wasser getaucht, also blanchiert werden. So werden Keime abgetötet und es bleibt schön farbig und knackig.

Das kann ins Gefrierfach
Viele Lebensmittel eignen sich zum Einfrieren – einige Obst- und Gemüsesorten, aber auch Backwaren, Fleisch, Fisch, Wurst- und Käseaufschnitt. Ingwer wird in gefrorenem Zustand nicht schrumpelig und lässt sich einfach reiben. Erdbeeren können kleingeschnitten oder als ganze Frucht eingefroren werden. Kurz einzeln auf einem Tablett vorfrieren, damit die Früchte nicht aneinanderkleben. Bananen immer ohne Schale ins Gefrierfach. Nach dem Einfrieren eignen sie sich zum Vorbereiten von Smoothies oder Bananenbrot. Genauso rohe Eier: Ohne Schale eingefroren halten sie sich lange, sollten aber nach dem Auftauen nur noch gegart verwendet werden.

Bitte nicht einfrieren
Wässrige Obst- und Gemüsesorten wie Salatgurke, Tomate, Mandarinen oder Trauben sind zum Einfrieren eher ungeeignet. Auch Salat gehört nicht in die Tiefkühltruhe. Gekochte Eier, Milch, Sahne, Quark und Frischkäse werden durchs Frosten zwar nicht schlecht, verändern aber ihre Konsistenz. Milch flockt aus, Eier werden zäh. Auch zubereitete Quarkspeisen oder Käsekuchen sollten darum besser nicht in den Eisschrank.

Richtig verpacken
Zum Verpacken eignen sich Kunststoffboxen oder -tüten mit dem aufgedruckten Schneeflocken-Symbol. Auch Glas ist möglich. Da Flüssigkeiten sich ausdehen, sollte sich genug genug Luft im Glas befinden, damit es nicht platzt. Aus Tüten vor dem Verschließen die überschüssige Luft herausstreichen, damit das Lebensmittel mit so wenig wie möglich Luft in Kontakt kommt. Sonst kann sich Gefrierbrand bilden - trockene Stellen, die zwar nicht schädlich sind, aber Aussehen und Qualität des Lebensmittels beeinflussen.

Beitrag von Alena Hecker