Kräuter (Quelle: Colourbox)
Kräuter (Quelle: Colourbox)
Bild: Kräuter (Quelle: Colourbox)

Service - Alles, was Sie über Kräuter wissen müssen

Ob auf dem Balkon oder im Garten: Kräuter selbst anzubauen ist unkompliziert, wenn man ein paar Dinge beachtet. Im zibb-Service klären wir, welcher Standort sich für welche Kräuter eignet, wie das mit der eigenen Anzucht von Stecklingen klappt und auf was man bei der Pflege achten sollte.

Küchenkräuter zu Hause selbst anbauen
Die meisten Küchenkräuter eignen sich sehr gut für den kleinen Topfkräuter-Garten in der Küche. Am einfachsten geht es, wenn man vorgezogene Jungpflanzen in einen Blumentopf setzt und an ein Fenster stellt. Die Pflanzen brauchen vier bis fünf Stunden Sonne pro Tag und eine konstante Temperatur von 18-22 Grad. Beim Gießen gilt folgende Regel: Mediterrane Kräuter mögen es eher trocken, heimische Pflanzen brauchen mehr Wasser.

Winterharte Kräuter für den Balkon
Wenn im Dezember die kalte Jahreszeit anbricht, sind nur manche Kräuter wintertauglich. Um einmal einige Beispiele zu nennen, eignen sich die folgenden winterharten Kräuterarten dazu, sie das ganze Jahr über draußen auf dem Balkon zu lassen:

Dazu gehören unter anderem: Fenchel, Oregano, Minze, Berg-Bohnenkraut, Schnittlauch, Zitronenmelisse, die meisten Thymian-Sorten, die meisten Salbei-Sorten, Petersilie

Es kann allerdings sinnvoll sein, unter bestimmten Umständen den Pflanzbehälter mit einer Abdeckung oder etwas Ähnlichem zu schützen.

Welche Kräuter passen zusammen?
In dem Teil des Gartens, der vollsonnig liegt und lockere, magere Pflanzerde aufweist, vertragen sich die folgenden Kräuter besonders gut:

Basilikum, Bohnenkraut, Lavendel, Majoran, Oregano, Rosmarin, Salbei

Welche Kräuter nicht nebeneinander pflanzen?
Schnittlauch nicht mit Petersilie pflanzen! Schnittlauch sondert eine Säure aus, welche die Petersilie nicht verträgt. Dagegen lässt sich Schnittlauch gut mit Salbei, Thymian und Estragon pflanzen.

Majoran und Rosmarin nicht mit Maggikraut und Waldmeister kombinieren! Majoran und Rosmarin lieben die Sonne und benötigen einen trockenen Platz. Maggikraut und Waldmeister gedeihen gut an einem schattigen Platz und mögen es feucht. Daher benötigen diese Kräutersorten unterschiedliche Standorte

Salbei wird von der Pfefferminze verdrängt! Pfefferminze ist ein Raumgreifer. Raumgreifer sind Pflanzen, die ihre Wurzeln ausbreiten und andere Pflanzen in ihrer Nähe verdrängen. Der Salbei würde sich nicht lange neben der Pfefferminze halten. Sie sollte einen eigenen Standplatz bekommen.

Weitere Raumgreifer sind zum Beispiel Maggikraut, Liebstöckel, Lavendel, Eberraute und Zitronengras. Dill ist auch eine raumgreifende Pflanze, sie lässt sich jedoch mit genügend Abstand mit anderen Kräutern pflanzen.

Rosmarin und Estragon vertragen sich als Kräuter nicht! Rosmarin und Estragon in einem Kräutertopf zusammen zu halten, geht nicht lange gut. Rosmarin mag es trocken, während Estragon viel Wasser benötigt. Während sich Rosmarin, Thymian, Kümmel, Basilikum und Koriander gut zusammen in einem Topf vertragen.

Basilikum nicht alleine pflanzen! Basilikum als Monokultur zu pflanzen, ist nicht gut. Das gilt für zahlreiche andere Kräutersorten im Kräutergarten auch. Monokulturen sind ebenso bei Kräutern grundsätzlich nicht sinnvoll, da sich schneller Schädlinge einnisten und Krankheiten bilden können. Es ist vielmehr so, dass der Duft einer Kräuterpflanze Schädlinge der Nachbarspflanze vertreiben kann. Auch bestimmte Stoffwechselprodukte einer Pflanze beugen gut vor gegen Krankheiten einer anderen Kräuterpflanze.

Thymian und Majoran nicht als direkte Nachbarn! Thymian und Majoran benötigen unterschiedliche Böden. So bevorzugt Thymian einen nährstoffarmen Boden, während Majoran, wie auch Oregano, einen nährstoffreichen Boden benötigen.

Salbei und Dill nicht zusammen pflanzen! Salbei und Dill würden vom Standort einigermaßen gut zusammenpassen. Salbei mag es gerne sonnig und Dill bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Platz. Allerdings muss Dill feucht gehalten werden, während Salbei einen trockenen Platz bevorzugt.

Beitrag von Christine Wiedergrün