Eine Familie beim Picknick am See (Quelle: Colourbox)
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Schlemmen im Freien - Das perfekte Picknick

Sommerzeit ist Picknickzeit. Die Parks und Seen in Berlin und Brandenburg laden geradezu dazu ein, sich eine Decke zu schnappen und ganz entspannt draußen zu essen. Doch wer jetzt sagt „Och nee, den ganzen Picknickkorb packen und schleppen, das ist mir viel zu anstrengend“, dem verraten wir jetzt was: Man kann vollgefüllte Picknickkörbe auch mieten. Wo, das zeigen wir Ihnen heute. Und für die Selbermacher unter Ihnen stellen wir praktisches Zubehör vor und klären die Frage, wo man überhaupt picknicken darf und wo nicht.

Ein Sommer-Vormittag mitten auf dem Tempelhofer Feld. Wen spontan die Picknick-Lust überkommt, für den gibt es ganz am östlichen Rand der großen Freifläche die Lösung: Das Picnic. Die Idee, gefüllte Picknickkörbe anzubieten, kam Inhaberin Lena Wenckebach in England.

Die Grundausstattung mit Decke, Besteck, Geschirr und einem Spiel kostet 5 Euro pro Person. Die kulinarischen Extras wie zum Beispiel Kartoffel- oder Nudelsalat, Mini-Buletten oder Brezel sucht man sich dann individuell von der Karte aus.  Das Picnic befindet sich Höhe Oderstraße 22 auf der Neuköllner Seite des Tempelhofer Feldes. Geöffnet ist täglich ab 12 Uhr.

Picknick ist keine rein europäische Sitte. Auch in Thailand isst man gerne mit Freunden und Familie unter freiem Himmel. Trixie Prabhawat und ihr Mann Dju kamen schon vor 22 Jahren auf die Idee, die Spezialitäten, die es in ihrem Restaurant „Kien-Du“ gibt, auch im Picknickkorb anzubieten.

Der Korb kann auf Wunsch auch rein vegetarisch gefüllt werden. Für zwei Personen kostet er 30 Euro. Das Restaurant Kien-du befindet sich in der Kaiser-Friedrich-Straße 89 in Berlin-Charlottenburg.

Für Sébastien Gorius sind Käse, Wein und Baguette die Hauptakteure bei jedem guten Picknick. In seinem kleinen Bistro „La Cantine d’Augusta“ in Schöneberg kaufen nicht nur heimwehgeplagte Franzosen. Einen Korb oder besser eine Schachtel für zwei Personen mit verschiedenen Käsesorten, Salami, Oliven, Baguette, je einer Flasche Wein und Wasser bekommt man für 35 Euro. Man sollte ihn einen Tag vorher bestellen.  Die Cantine d’Augusta ist in der Langenscheidtstraße 6a.  

Wo ist Picknicken erlaubt?

Doch bevor Sie sich jetzt auf die nächste freie Grünfläche legen, sollten Sie sich erstmal erkundigen, wo Picknicken erlaubt ist, und wo nicht. In städtischen Parks und Grünanlagen ist Picknicken meistens gestattet. Es sei denn, es handelt sich um Anlagen, die unter Denkmalschutz stehen, zum Beispiel rund um Schlösser. Im Park Sanssouci sollten Sie ihr Lager daher besser nicht aufschlagen, sonst droht ein Bußgeld. Das gleiche gilt für Naturschutzgebiete. Hier darf nur auf ausdrücklich gekennzeichneten Flächen gepicknickt werden.

Das richtige Zubehör

Und was gehört, neben leckerem Essen, noch zu einem tollen Picknick? Eine Decke, die unten beschichtet ist, schützt vor Nässe und Kälte. Praktisch, besonders an windigen Tagen, sind spezielle Heringe, die die Decke dort festhalten, wo sie hingehört. Profis nehmen einen Handbesen mit. Der erspart das ständige Ausschütteln der Decke, wenn es mal krümelig wird.

Sehr praktisch ist eine elektrische Kühlbox. Die wird während der Fahrt zum Picknickort an den Zigarettenanzünder angeschlossen und hält den Inhalt so schön kalt. Etwas, das jeden Picknickmuffel überzeugt, sind Kühlboxen auf Rädern.

Spezielle Weinflaschen-Kühler werden vorab mit Wasser gefüllt, über Nacht ins Gefrierfach gelegt und anschließend direkt in die Flasche gesteckt. Eine weitere Möglichkeit sind Kühlmanschetten mit Klettverschluss, die um die Flasche gelegt werden.

Na dann, Decke und Korb schnappen, ob selbstgepackt oder nicht, und nichts wie raus an den eigenen, perfekten Picknickplatz.

Beitrag von Sina Krambeck