Wassermelonen, offenbar noch die alte Variante mit Kernen [colourbox]
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Service - Melonen, saftig und gesund

Melonen: Sie sind saftig, vielfältig und extrem gesund. Denn neben Wasser und Zucker enthalten Melonen auch viele wertvolle Inhaltsstoffe. Das gilt auch für die Kerne einiger Melonensorten. Wir erklären die Unterschiede zwischen Honig-, Netz- und Charentais-Melone, geben Tipps zum Kauf und zeigen originelle Rezepte.

Melonen sind im Sommer ein beliebter Durstlöscher. Sorten wie Wassermelone, Honigmelone und Galia-Melone enthalten neben Wasser und Fruchtzucker auch Vitamine und Mineralstoffe. Und sogar die Kerne kann man genießen, wenn man sie richtig zubereitet.

Kalorienarm, aber wenig Vitamine und Mineralstoffe
Melonen bestehen aus bis zu 90 Prozent Wasser. Das macht sie kalorienarm. Außerdem enthalten sie relativ geringe Mengen Vitamine und Mineralstoffe:
·        Betakarotin
·        Folsäure
·        Kalium
·        Lykopin
·        Vitamin B1, B2 und B6
·        Vitamin C

Gemüse mit Kernen
Als einjährige, krautige Kürbispflanzen sind Melonen eigentlich ein Gemüse. Weil sie jedoch meist als Obst zubereitet werden, fallen sie im Handel unter die Kategorie Früchte. Man unterscheidet diese Arten von Melonen:
· Zuckermelonen enthalten in der Mitte eine Kammer mit Kernen.
· Bei Wassermelonen sind die Kerne im Fruchtfleisch verteilt.
· Relativ neu sind kernlose oder kernarme Züchtungen,


Melonen: Sorten im Vergleich

· Die Honigmelone, auch Gelbe Kanarische Melone genannt, ist durch ihre gelbe Frucht bekannt. Sie reift nicht nach. Das Fruchtfleisch ist grünlich-weiß bis leicht orange.
· Die Futuro-Melone hat die Form eines Baseballs. Ihre Schale ist dunkelgrün, rau und fest, ihr Fruchtfleisch cremefarben und knackig.
· Typisch für die Cantaloupe-Melone sind das orangene Fruchtfleisch und eine beige bis hellbraune Schale. In der Regel hat sie einen Durchmesser von nur sieben bis zwölf Zentimetern. Reife Cantaloupe-Melonen erkennt man an der Anzahl der durch grüne Streifen unterteilten Abschnitte: Je mehr Unterteilungen sie hat, desto reifer ist die Frucht. Neun Unterteilungen sind jedoch das Minimum.
· Die Schale der Charentais-Melone ist hellgrün mit dunklen Nähten, glatt oder genetzt. Das Fruchtfleisch ist orange. Ihr Aroma ist frisch und mittelsüß.
· Reife Galia-Melonen haben eine gelbe Oberfläche mit grünen Flecken. Sie sind stets genetzt. Das Fleisch ist grünlich bis weiß und wird zur Samenhöhle hin heller.
· Besonders beliebt sind Wassermelonen. Je dunkler die rote Farbe des Fruchfleischs, umso mehr Lycopin enhält die Wassermelone. Die Substanz wirkt zellschützend und kann - regelmäßig in größeren Mengen gegessen - die Haut besser vor der Sonne schützen.

Qualität und Reife von Melonen erkennen
Reife Melonen klingen beim Klopfen hohl und dumpf, unreife Früchte hören sich härter an. Melonen reifen zwar nach, auf dem Feld ausgereifte Melonen haben aber das beste Aroma. Angeschnittene Melonen sollte man im Kühlschrank aufbewahren und die Schnittfläche mit Frischhaltefolie abdecken.

Melonenkerne rösten
Die Kerne der meisten Melonensorten sind essbar. In Indien werden sie gemahlen und zu Brot gebacken, im Nahen und Mittleren Osten geröstet. Wer es ausprobieren möchte: Wassermelonenkerne waschen, trocknen, in der Pfanne mit wenig Öl rösten und nach Belieben würzen. Schmeckt gut im Salat oder als Knabberei.

Beitrag von Benjamin Cordes und Dagmar von Cramm