Nachtigall (Luscinia megarhynchos), singendes Männchen (Quelle: dpa/Woike)
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Pavarotti unter den Singvögeln - Forschungsfall Nachtigall

Berlin ist offenbar die Hauptstadt der  Nachtigallen. Hier leben 3000 Exemplare - mehr als in ganz Bayern! Die begabten Sänger beherrschen bis zu 260 Strophentypen. Biologen vermuten gar, dass es regionale Dialekte gibt. Nun sollen die Gesänge der Vögel dokumentiert werden - per App.  

Im späten Frühjahr kehren sie aus Afrika zurück: die grau-braunen, ca. 16 cm langen Sänger. Unscheinbar sehen sie aus: Nur wenig größer als ein Spatz gilt die Nachtigall als der Pavarotti unter den Singvögeln. Seit jeher betört sie Menschen mit ihren Gesängen. Den Großstadtlärm scheint die Nachtigall übrigens zu ignorieren. In Parks und auf Friedhöfen findet der Bodenbrüter geeignete Nistlätze.

Was wir bereits wissen ist: Nur die Männchen singen. Die mit den ausgefallensten Gesängen haben die besten Chancen bei den Weibchen. Sie beginnen in der Brutzeit ab Mitternacht mit ihren Konzerten, später dann auch tagsüber. Am Forschungsprojekt Nachtigall können sich übrigens  alle Interessierten beteiligen, indem sie Gesänge der Vögel dokumentieren und per App an die Profiforscher weiter leiten.

Veranstaltungen für Nachtigallfreunde

Freitag, 31.05. 23:00-01:00 Uhr - Exkursion in den Humboldthain: Der Treffpunkt ist vor der S-Bahnstation.

Samstag, 01.06. 23:00 - 01:00 Uhr - Exkursion in den Bürgerpark Pankow. Der Treffpunkt befindet sich vor dem Kinderbauernhof Pinke-Panke.

11.-17 November - Projektwoche zur Natur- und Kulturgeschichte der Nachtigall mit künstlerischen Ausstellungen und wissenschaftlichen Vorträgen im Museum für Naturkunde Berlin.

31.Mai um 17.30 Uhr - Der Film "Nightingales of Berlin" wird am in Sputnik-Kino nochmals gezeigt.

Ein Beitrag von Ute Mueller-Schlomka