Ameisen tragen Blätter (Quelle: imago images / Nature Picture Library)
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Bild: imago images / Nature Picture Library

Service - Die fabelhafte Welt der Ameisen

Ameisen erfüllen als die "Polizisten des Waldes" wichtige Aufgaben, doch vor allem in Deutschland sind sie hochgradig gefährdet. Um Ameisenvölker zu retten, wenn beispielsweise Bauprojekte eine ganze Kolonie gefährden, helfen Menschen wie Christina Grätz. Sie ist Deutschlands bekannteste Ameisenumzugshelferin.

Die Lausitzer Biologin Christine Grätz ist seit vielen Jahren in Brandenburgs Wäldern als Ameisen-Umsiedlerin unterwegs. In ihrem Buch „Die fabelhafte Welt der Ameisen“ fordert sie auch ein neues Verständnis für die Millionen Jahre alte Kultur der Ameisenvölker und einen besonneren Umgang mit den kleinen Krabblern. Kooperativer Naturschutz nennt sie den Ansatz, das Leben der Menschen besser mit den Ansprüchen und den Bdürfnissen der Natur zu verbinden.

Jeder kann Ameisenumsiedler werden
Eine Fortbildung ermöglicht es im Prinzip jedem Arbeitnehmer selber zu einem Schützer der Brandenburger Waldameisen zu werden. Dazu nötig sind eine gewisse körperliche Fitness, und der Willen auch zu ungewöhnlichen Arbeitszeiten in der Natur unterwegs zu sein.
Einen Hauptberuf daraus zu machen, ist allerdings für die wenigsten Menschen möglich. Ameisenumsiedler werden ist eine Berufung, die jedoch einen völlig neuen Zugang zur Natur ermöglichen kann.

Was tun gegen die Ameisen im eigenen Garten?
Hier empfiehlt Expertin Christine Grätz, wenn es denn schon sein muss, Mittel aus der Natur: Pfeffer und Zimt mögen Ameisen gar nicht, auch Nelkenöl kann helfen, die Ameisen kurzfristig aus dem eigenen Garten zu vertreiben. Allgemein rät sie aber auch hier einen Ausgleich mit der Natur zu suchen, und sich eine Toleranz gegenüber den Ameisen zu erarbeiten. Denn wo wir Menschen uns gerne aufhalten, tun das auch Tiere, und das mit dem gleichen Recht.

Beitrag von Bendrick Muhs