Fahrrad E-Bike Pedelec im Sonnenuntergang (Quelle: Colourbox)
Colourbox
Bild: Colourbox

Service - E-Bikes im Test

Bei schönstem Frühlingswetter eine Radtour machen – oder in diesem so besonderen Jahr unter Corona-Bedingungen gleich auf zwei Rädern in den Urlaub fahren: Wer dabei nicht allzu sehr strampeln möchte, der folgt dem Trend zum Fahrrad mit elektronischer Unterstützung: Diese Pedelecs beschleunigen Sie auf bis zu 25 Kilometer pro Stunde, die meisten nennen sie E-Bikes. Die Stiftung Warentest hat praktischerweise gerade zwölf dieser E-Bikes aktuell auf Fahrverhalten, Stabilität und Akku getestet – wir stellen Ihnen Test und Ergebnisse vor.

Zur Arbeit fahren viele gerade lieber mit dem Rad als eng in der Bahn zu sitzen. Dort ohne zu schwitzen ankommen oder auch mal eine Radtour mit quasi eingebautem Rückenwind machen Pedelecs möglich: also Fahrräder mit Akku-Unterstützung.
Diese E-Bikes genannten Räder interessieren immer mehr Freizeitsportler. So bieten immer mehr Fahrradläden E-Bikes für unterschiedliche Zwecke an: 2019 haben sie etwa 1,4 Millionen Pedelecs verkauft. Ein Berliner Anbieter nimmt gerade sogar das Auto der Kunden in Zahlung, die sich dort ein E-Bike kaufen.

Die Stiftung Warentest hat gerade zwölf Pedelecs mit tiefem Einstieg getestet, die sind eher auf Komfort ausgerichtet.

Sechs Radler sind all diese E-Bikes Anfang des Jahres auf Mallorca probegefahren: Dabei haben sie bewertet, wie stabil, wie laut und wie wendig sie sich fahren und wie gut sie sich handhaben lassen. Im Labor haben dann Tester den Antrieb geprüft, darunter Abdichtung, Reichweite und Ladedauer. Dazu natürlich die Sicherheit: Halten die Räder auch Dauerbelastung aus und funktioniert die Elektrik vernünftig? Sowie auf mögliche Schadstoffe in Griffen und Sätteln. Gerade das Ergebnis in dieser Kategorie erstaunte die Tester: In einigen Sätteln fanden sie Weichmacher. Das hat zwar die Endnote nicht beeinflusst, sieht Redakteurin Anne Kliem aber dennoch als schlechten Trend. Einige Räder hatten auch einfach häufiger einen Platten, Gebrauchsanweisung oder Display waren schlechter zu lesen.

Bei allen lassen sich unterschiedliche Antriebsstärken des Akkus wählen: zum Beispiel leichte Eco-Unterstützung oder am Berg mit Boost. Aber bei manchen Rädern fehlte ein angenehmer mittelstarker Antrieb.
Die Akkus sind bei allen Rädern im Rahmen verbaut, manche verkanten jedoch leicht beim Herausnehmen oder Einsetzen.
Zwei Räder der bekannten Marken Kalkhoff und Kettler fielen im Test mit der Note mangelhaft durch, denn bei ihnen sind im Dauerbelastungstest Risse im Rahmen entstanden und die Steckverbindung des Ladegeräts hat den Brandtest nicht bestanden.
Die vier besten Räder kommen von KTM, Stevens, Pegasus und Raleigh - die Räder fahren sich gut und wendig, auch mit Gepäck und sogar ohne Motorunterstützung oder leise und stabil.

Die genauen Testergebnisse finden sich im aktuellen Testmagazin.
Wer sich also ein komfortables und dabei motorstarkes E-Bike kaufen möchte, hat immer noch eine Auswahl von guten Rädern zwischen 2800 und 3500 Euro. Dabei kann er sich für Ketten- oder Nabenschaltung und verschiedene Akku-Hersteller entscheiden. Leider wiegen diese Pedelecs üppige 26 bis 28 Kilogramm. Dafür bringen Sie Radurlauber, Berufspendler und Tourenfahrer gemütlich und gesund auf Geschwindigkeit.

Im Gespräch: Anne Kliem, Redakteurin Stiftung Warentest


Beitrag von Corinna Meyer