Service - Black Friday - nur geschickte Marketingstrategie

Seit einigen Jahren sorgt auch hierzulande der aus Amerika stammende Black Friday im Einzelhandel für höchste Umsatzzahlen. Bei genauerem Hinsehen entpuppt er sich als geschickte Marketingstrategie auf die viele Kunden hereinfallen. Oft werden Produktpreise einige Tage vorher massiv erhöht, um sie dann zur Aktionszeit werbewirksam wieder zu senken. 

Besonders billig – so soll es sein am Black Friday, dem Tag, an dem Shoppingqueens und Schnäppchenjäger ins Schwärmen kommen. Online wie offline werben Händler mit großzügigen Preisnachlässen. Aber gibt es am Black Friday echte Schäppchen?

Erfunden in den USA, findet der Black Friday traditionell nach dem amerikanischen Erntedankfest statt und gilt als offizieller Startschuss für das Weihnachtsgeschäft. Vor ein paar Jahren hat es das Shopping-Ereignis auch nach Deutschland geschafft.

70 Prozent der Deutschen wollen den Black Friday ausnutzen
Einer Umfrage der Unternehmensberatung PwC zufolge wollen in diesem Jahr rund 70 Prozent der Verbraucher den Black Friday und den darauffolgenden Black Monday zum Einkaufen nutzen. 254 Euro wollen sie dabei im Schnitt ausgeben –deutlich mehr als im Jahr zuvor, als die Ausgaben durchschnittlich bei 217 Euro lagen.

Kaum Schnäppchen für gute Produkte
Die Stiftung Warentest hat ein Jahr lang für ausgewählte Produkte aus fünf Kategorien die Online-Preise beobachten und auswerten lassen. Das Ergebnis ernüchtert: „Absolute Schnäppchen-Angebote waren für die Produkte, die wir angeguckt haben, die Ausnahme“, so test-Redakteurin Anne Kliem.

Zu Weihnachten sinken die Preise
Immerhin: Die Analyse der Stiftung Warentest zeigt auch, dass die Preise mit der Zeit fallen und auch vor Weihnachten nicht wieder ansteigen. Wer ein bestimmtes Produkt im Sinn hat, sollte darum am besten Zeit mitbringen und die Preise langfristig beobachten. Gerade bei Fernsehern und Smartphones gibt es auch zum Jahresende gute Angebote.

Sonderangebote prüfen
Was Menschen bei ihrer Jagd auf Schnäppchen häufig übersehen: Preisnachlässe und Sonderangebote gelten immer in Bezug auf den unverbindlichen Verkaufspreis, kurz UVP. Den kann der Hersteller in beliebiger Höhe festlegen und umso größere Rabatte geben. Bei der Suche nach echten Angeboten können Vergleichsportale und Preissuchmaschinen helfen.

Selbstschutz vor Shopping-Wahnsinn
Eine Liste mit Dingen, die man wirklich braucht, bewahrt vor unüberlegten Fehlkäufen. Sinnvoll ist es auch, sich vor dem Kauf eine persönliche Preisgrenze zu setzen. Und für alle, die nicht ganz dem Shopping-Wahnsinn verfallen wollen, noch dieser Hinweis: Es lohnt sich, zwischendurch einfach mal Pause machen und den nächsten Kauf zu überdenken.

Beitrag von Alena Hecker