Motten tanzen um das Licht (Quelle: Colourbox)
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Service - Gefräßige Motten: So schützen Sie Ihre Kleidung!

Feine Seide, Kaschmir und Merino – Kleidermotten lieben feinen Zwirn. Wenn die Tiere aus dem Schrank herausflattern, ist es für die Kleidung schon zu spät. Aber es gibt Mittel, um die Motten loszuwerden. zibb hat sie getestet und gibt Tipps gegen die kleinen, gefräßigen Biester!

Für die Motte nur das Beste: Kleidermotten stehen auf tierische Textilien wie Wolle, Leder oder Fell. Denn diese enthalten Keratin, einen Eiweißstoff, den die Larve zum Fressen gern hat. Etwa 250 bis 300 Eier legt das Mottenweibchen in die Fasern. Nach dem Schlüpfen beginnen die Larven zu futtern – etwa 60 Tage lang.

Großputz gegen Mottenplage

Wer Löcher im Lieblingspullover entdeckt hat, sollte ihn sicherheitshalber entsorgen. Danach ist Großputz angesagt: Schränke gründlich auswischen, nicht befallene Kleidungsstücke waschen und am besten kurz einfrieren oder alternativ in der Mikrowelle erwärmen. Befallene Teppiche absaugen und mit dem Fön auf höchster Stufe Stück für Stück erhitzen, um die Mottenlarven abzutöten.

Bitte keine Insektizide

Mittel, die Motten töten, gibt es einige. Doch synthetische Insektengifte wie Transfluthrin, Prallethin und Tetramethrin können auch dem Menschen schaden. Kopfschmerzen, Augenreizungen und depressive Verstimmungen können die Folge sein. Die Europäische Chemikalienagentur prüft gerade, ob Transfluthrin als vermutlich krebserzeugend eingestuft werden soll.

Schlupfwespen gegen Kleidermotten

Eine Möglichkeit, sich auf natürlichem Weg von der Mottenplage zu befreien, sind Schlupfwespen. Die winzigen Tierchen legen ihre Eier in die Eier der Kleidermotte. Dort fressen die Schlupfwespenlarven die Larven der Motte und zerstören diese. Schlupfwespen sind mit bloßem Auge kaum zu erkennen. Sie leben nur wenige Tage und zerfallen danach zu Staub. Eine gründliche Behandlung gegen Kleidermotten mit Schlupfwespen dauert etwa drei Monate lang.

Gießkanne und Blumentopf, Foto: Colourbox
Gießkanne und Blumentopf, Foto: Colourbox | Bild: COLOURBOX

Vorbeugen gegen Motten

Am besten ist es, es den Motten von vornherein möglichst ungemütlich zu machen. Duftstoffe wie Lavendel und Zedernholz können abschreckend auf die Falter wirken. Zusätzlich sollten Kleidungsstücke und andere Textilien regelmäßig umsortiert und gelüftet werden. Vor der Einlagerung unbedingt waschen, denn Schweiß und Hautschuppen mögen Motten besonders gern.

Beitrag von Alena Hecker