Klimaschutz.
imago/Bildgehege
Bild: imago/Bildgehege

Service - Klimawandel: Die neue Heißzeit

Hitze, Dürre, Starkregen: Der Klimawandel ist auch bei uns spürbar. Berechnungen zeigen aber auch: Klimaschutz kann noch greifen. Wir klären aus, worauf wir uns in Zukunft einstellen müssen und was wir tun können, um die Erderwärmung aufzuhalten.
Studiogast: Carsten Linke, Landesamt für Umwelt Brandenburg.

Studiogast: Carsten Linke, Landesamt für Umwelt Brandenburg

2018 war seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881 deutschland- und weltweit das heißeste Jahr. Die Durchschnittstemperatur in Berlin und Brandenburg lag mit 10,8 Grad Celsius deutlich über dem Mittel von 1961-1990 mit 8,7 Grad.

Es wird heißer
Laut Klimadaten des Deutschen Wetterdienstes und des Brandenburgischen Landesamtes für Umwelt können wir uns künftig auf ähnliche Temperaturen einstellen. Zunehmen wird die Zahl der besonders heißen Tage mit Temperaturen über 35 Grad, auch Temperaturen von mehr als 40 Grad sind nicht ausgeschlossen. Hinzu kommt: Nachts kühlt es nicht mehr ab.

Hitze belastet den Körper
Was für manche wie Urlaub klingt, ist in Wirklichkeit eine große Belastung für den Körper. Denn Hitze belastet den menschlichen Organismus, der sich immer auf ungefähr 37 Grad halten muss, besonders stark.

Frühlingsbeginn im Februar
Schon jetzt ist der immer eher beginnende Frühling Beweis dafür, dass es den Klimawandel gibt. Wenn wir weiter leben wie bisher, könnte sich die Vegetationszeit der Pflanzen gegen Ende des Jahrhunderts von Anfang Februar bis Ende November erstrecken - keine verlockende Aussicht für Menschen, die allergisch auf den Pollenflug reagieren.

Erderwärmung mit verheerenden Folgen
Auch sonst hat ein Anstieg der Temperaturen ernste Konsequenzen für alle: Es drohen Ernteausfälle und Trinkwasserknappheit, Tropenkrankheiten könnten sich ausbreiten, bestimmte Tier- und Pflanzenarten aussterben.

Wir können etwas dagegen tun
Die gute Nachricht: Noch können wir gegensteuern. Wenn wir unsere Anstrengungen im Klimaschutz verstärken, können wir den Temperaturanstieg zwar nicht gänzlich verhindern, aber stark bremsen. Nach Berechnungen des Brandenburgischen Landesamtes für Umwelt kann sich die Durchschnittstemperatur bis 2100 auf 9,8 Grad einpendeln, wenn wir uns stärker als bisher fürs Klima einsetzen. Leben wir weiter wie bisher, müssen wir uns auf eine durchschnittliche Temperatur von 12,5 Grad im Jahr 2100 einstellen - mit ungeahnten Folgen.

Beitrag von Alena Hecker