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Service - Kosmetikprodukte selbst herstellen

"Clean Cosmetic" heißt der neue Trend: Immer mehr Menschen legen Wert darauf, dass ihre Kosmetik keine Chemie, Mikroplastik oder Erdölbestandteile enthält. Eine Möglichkeit auf Nummer sicher zu gehen ist es, sich seine Cremes, Deos, Haarspülungen etc. einfach selbst zu machen!

Cremen, peelen, pflegen - mehr als 14 Milliarden Euro haben die Deutschen im letzten Jahr für Kosmetikprodukte ausgegeben. Dabei steckt einiges in den Tiegeln, das gar nicht so pflegend ist.

Parabene
Eingesetzt als Konservierungsmittel schützen Parabene Kosmetika wie auch Arzneimittel effektiv vor Keimbefall. Zugleich stehen sie im Verdacht, das Hormonsystem zu beeinflussen. Seit Oktober 2014 sind die Parabene Isopropyl-, Isobutyl-, Pentyl-, Benzyl- und Phenylparaben in kosmetischen Mitteln in der Europäischen Union nicht mehr zugelassen. Ein generelles Verbot von Parabenen gibt es jedoch nicht.

Silikone
Auf Haut und Haar aufgetragen, bilden Silikone einen Schutzfilm, spenden Glanz und machen die Haare glatt. Langfristig werden die Haare dadurch jedoch kraftlos und matt. Zudem warnt das Umweltbundesamt: Jeden Tag gelangen große Mengen Silikone aus Kosmetikprodukten ins Abwasser. Kläranlagen können nicht alle herausfiltern, so belasten langfristig auch unser Trinkwasser.

Duftstoffe
Geraniol ist einer der häufigsten Duftstoffe in Kosmetikprodukten. Der Stoff kommt in der Natur vor, wird aber oft auch chemisch hergestellt. Er soll Kosmetika einen angenehmen Rosenduft geben, ist jedoch wie viele andere Duftstoffe für Allergiker bedenklich.

Kosmetik selbst gemacht
Wer sich nicht auf lange unverständliche Zutatenlisten verlassen will, kann mit einfachen Mitteln selbst Cremes, Salben und Badezusätze zusammenrühren. Die meisten Zutaten wie Sheabutter, Bienenwachs und Kokosöl gibt es in gut sortierten Bioläden, Natron und Stärke sogar im Supermarkt. Wer auf das teure Mandelöl verzichten will, kann stattdessen Sonnenblumenöl verwenden.

Einfach und schnell: Deo-Creme
Eine Deo-Creme aus Kokosöl, Natron, Stärke und dem antibakteriell wirkenden Teebaumöl ist innerhalb weniger Minuten zusammengerührt. Wer einen Duft hinzufügen möchte, nimmt wenige Tropfen eines ätherischen Öls dazu, etwa Melisse oder Lemongrass.

Für Gesicht und Körper: Body-Mousse
Für die Bodymousse wird Sheabutter, Kokosöl und Mandelöl bei schwacher Hitze miteinander verrührt. Abkühlen lassen, mit dem Mixer aufschlagen, bis die Masse weiß und cremig wird. Danach wenige Tropfen eines Duftöls nach Wahl hinzugeben.

Haltbar ohne Konservierungsstoffe
Wer kein Wasser zusetzt, braucht für handgemachte Kosmetikprodukte auch keine Konservierungsstoffe. Im Kühlschrank aufbewahrt halten sich Cremes und Lotionen gut zwei Jahre lang.
 

Beitrag von Alena Hecker