Angler, Foto: Christian Charisius/dpa
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Den richtigen Fisch an der Angel - Angeln für Einsteiger

Angeln boomt seit Jahren in der Region: Früher als Alteleutebeschäftigung verschrien, zieht es immer mehr zum Fischen ans Wasser, gerade auch Jüngere. zibb erklärt mit Ralf Behnke vom Landesanglerverband Berlin, wo man angeln darf, was man dafür braucht und worauf gerade Anfänger achten sollten.

Egal ob Hecht, Barsch, Karpfen oder auch Wels – in Berlin und Brandenburg fängt man sie alle. Kein Wunder! Angeln ist nach Fußball der zweitgrößte Vereinssport in der Region. Über 160.000 Anglerinnen und Angler gibt es hier. Bei über 3.000 Seen und Flüssen findet jeder sein ganz eigenes ruhiges Plätzchen.

So unterschiedlich das Leben in Berlin und Brandenburg ist, so unterschiedlich wird auch geangelt: mitten in Berlin an der Spree – oder auch im Winter zum Beispiel vom Boot in Beeskow auf dem Bahrensdorfer See.

Rechtliche Grundlagen
Angler werden ist nicht schwer, bei den Regeln durchzublicken sehr! Klar ist: Wer angeln will, braucht einen Fischereischein. Aber hier geht es schon los. Angeln ist Ländersache und damit auch in Berlin und Brandenburg unterschiedlich geregelt: Grundsätzlich gilt in beiden Ländern: Raubfischangeln darf man nur mit einem Fischereischein – man muss also eine Prüfung bestehen und kann dann erst loslegen.

Anders sieht es beim Friedfischangeln aus: Das ist in Berlin nur mit Fischereischein erlaubt, in Brandenburg ohne. Dort bezahlen Sie 12,00 Euro im Jahr für eine sogenannte Fischereiabgabe, die zur Pflege der Gewässer und Fischbestände eingesetzt wird. Kinder dürfen in Brandenburg ab 8 Jahren angeln, in Berlin ab 12 – nur in Begleitung und nur Friedfische!

Kleine Gerätekunde
Rute, Schnur, Haken und ein Wurm – ganz so einfach ist es mit der Angelausrüstung dann doch nicht. Wer schon mal einen Angelladen von innen gesehen hat, weiß das. Man verirrt sich schnell im Rutenwald. Kein Wunder: Je nachdem, welchen Fisch Sie angeln wollen, wo Sie ihn angeln wollen, und mit welchem Köder – es gibt mittlerweile für jede denkbare Situation eine Rute.

Gleiches gilt für die Rollen, die an die Ruten geschraubt werden. Auch bei den Ködern gibt es himmelweite Unterschiede: Naturköder zum Beispiel wie Maden, Würmer, oder auch Mais und Kunstköder in vielen Varianten: Aus Blech, Hartplastik oder auch Gummi. Fazit: Angelausrüstung ist eine eigene kleine Wissenschaft für sich, für Einsteiger gar nicht so einfach, dabei den Überblick zu behalten.

Beitrag von Frieder Rößler