Service - Kajak oder Kanadier? Unterwegs mit dem Kanu

Die Gewässer in Berlin und Brandenburg eignen sich bestens für eine schöne Tour mit dem Kanadier oder dem Kajak. Das Handling ist relativ leicht zu erlernen und zum Einstieg kann man die Boote auch mieten: nur, welches Boot eignet sich für mich am besten?

Umgangssprachlich bezeichnet man mit Kanu den Kanadier (auch “Canadier” geschrieben) und unterscheidet zwischen Kanu und Kajak. Fachlich korrekt ist es, wenn man Kanu als Obergriff verwendet und Kajak und Kanadier voneinander abgrenzt.
In einem Kanadier – das ist ein offenes Boot - können mehrere Personen Platz finden. Es wird mit einem Stechpaddel gefahren. Dieser Bootstyp bietet Platz für viel Gepäck. Das ist ein Vorteil bei längeren Touren mit Zelt und Campingausrüstung. Auch Hunde mögen den Kanadier, weil sie mehr Bewegungsfreiraum haben. Aber: das Boot fährt langsamer und ist windanfälliger.
Das Kajak ist kleiner, es passen nur zwei Personen ins Boot und beim Gepäck muss man sich sehr einschränken. Je nach Typ kann man in extra Kammern Campingutensilien verstauen. Der Vorteil: durch den schmalen Bootskörper ist der Kajak wendiger und schneller als der Kanadier. Wer eine Tour über viele Seen mit windigen Wasserflächen plant, sollt sich für den Kajak entscheiden. Er ist nicht so windanfällig.

Beitrag von Claudia Schön

Im Gespräch:
Frauke Bennett, Diplom-Geologin
Ralph Konrath, Kanusport Spree